OpenStack Juno bringt 342 neue Funktionen

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Hadoop, NFV, Neutron, Nova und Spark zählen zu den neuen Funktionen, die die neue OpenStack-Version Juno mit sich bringt.

juno-logoDie OpenStack Foundation stellt mit Juno die 10. Auflage der offenen Cloud-Umgebung vor. Neben 3219 Bugfixes liefert das neue Release in über 500.000 modifizierten Code-Zeilen 342 neue Features. Vor allem neue Enterprise-Funktionen heben die Entwickler hervor.

So stehen jetzt neue Storage Policies, neue Data-Processing-Services für Hadoop und Spark und die Network Functions Virtualiziation (NFV) bereit. Vor allem Telekommunikationsanbieter und Servie-Provider profitieren von diesen neuen Funktionen. Über die neuen Storage Policies können Anwender festlegen, welche Daten wo und auf welche Weise gespeichert werden. Das ist auch in global verteilten Infrastrukturen möglich.

Die Architektur von OpenStack. Quelle: OpenStack
Die Architektur von OpenStack. Quelle: OpenStack

Daneben liefert Juno auch Object und Block-Storage, neue Funktionen beim Networking, bei der Orchestrierung, dem Identity Management sowie neue Database Services. Eine neue Prozessing-Funktion sorgt für automatisiertes Provisioning von Big Data Clusters mit Hadoop und Spark, womit sich über das Dashboard Horizon das Deployment von Analytics-Projekten beschleunigen lässt.

Mit Nova oder OpenStack Compute ermöglicht das Booten von alternativen Images und ermöglicht unter anderem auch das Scheduling von Updates. Mit Neutron kann OpenStack auch IPv6 unterstützen und liefert eine verbesserte Testumgebung für Anwendungen von Drittanbietern. Zudem erleichtert die neue Version die Migration von einem Nova-Network auf Neutron. Der Identity-Service Keystone erlaubt ‘Federated Identity’, damit können sich Nutzer sowohl auf Public wie auch auf Private Clouds mit den gleichen Zugangsdaten anmelden außerdem erleichtert Keystone die Integration mit LDAP.

Heat ist die Orchestration von Juno. Gescheiterte Deployments lassen sich damit deutlich einfacher zurückrollen. Zudem können Admins auch administrative Rechte für Teilbereiche für Gast-Nutzer vergeben. Der Database-Service Trove erlaubt nun auch die Verwaltung von relationalen Datenbanken in OpenStack.

In den zurückliegenden sechs Monaten haben über 1400 Personen von 133 Unternehmen an der neuen Version gearbeitet. Dabei hat sich gezeigt, dass bei Juno HP den bisherigen Platzhirschen Red Hat bei der Zahl der Beiträge überholt hat.

Red Hat inzwischen den Entwicklungsschwerpunkt bei OpenStack und nicht mehr bei Linux. Im April 2015 wird übrigens die nächste Version von OpenStack erwartet. Diese wird Kilo heißen. Nachdem HP nun den wichtigsten OpenStack-Konkurrenten Eucalyptus gekauft hat, gilt OpenStack als de facto Standard für offene Cloud-Infrastrukturen.

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