CERN sucht Informationen über mysteriöse Fotos

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Die Forschungseinrichtung CERN digitalisiert momentan den Bestand an Fotos. Dabei sind die Mitarbeiter auf Bilder gestoßen, über die sie keine Informationen haben. Daher fragen sie nun die Internet-Gemeinde, ob sie Personen oder auch Gerätschaften auf den Bildern erkennen können.

Die europäische Forschungseinrichtung CERN wird dieses Jahr 60 und digitalisiert den Bestand von fast 250.000 Fotos. Die Datenbank soll später über den CERN Document Server durchsuchbar werden. Das Projekt sortiert die Bilder automatisch in Alben ein, dabei greift es auf bestehende Informationen zurück.

Die Forschungseinrichtung CERN sucht Informationen über dieses und tausende andere Fotos. (Bild: CERN)
Die Forschungseinrichtung CERN sucht Informationen über dieses und tausende andere Fotos. (Bild: CERN)

Einige Fotos enthalten allerdings keine Details. Daher will das CERN gemeinsam mit Nutzern im Internet Licht ins Dunkel bringen, um Personen und Geräte zu identifizieren. Die Schwarz-Weiß-Bilder stammen aus einer Zeit zwischen 1955 und 1985.

Bislang wurden rund 120.000 Bilder digitalisiert und jede Woche kommen einige hundert weitere hinzu. Davon verfügt der Großteil über Informationen über die abgebildeten Personen und Gerätschaften, aber einigen fehlt es an Beschreibungen und selbst dem CERN fehlt das Wissen, was auf den Fotos zu sehen ist.

Einige Beispiele hat die Forschungseinrichtung bereits online gestellt. Wer auf den Bildern etwas oder jemanden wieder erkennt, soll sich an die E-Mail-Adresse photo.archive@cern.ch wenden.

Ein Bild zeigt beispielsweise einen Mann an einer unbekannten Maschine. CERN hat unter das Foto geschrieben: “Wer ist dieser Mann und worauf achtet er so genau? März 1970.” Ein weiteres Bild zeigt ein merkwürdig aussehendes Gerät mit sechs antennen-ähnlichen Bauteilen auf einem runden Gestell. Untertitelt mit “Keine Idee … August 1969.”

Auf der Website will CERN in Zukunft weitere Bilder veröffentlichen und hofft auf sachdienliche Hinweise, die zur Identifikation führen können. Das Digitialisierungs-Projekt entsteht in einer Zusammenarbeit mit der Collaboration and Information Services Group (IT-CIS) und dem Scientific Information Service (GS-SIS).

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