IT-Freelancer verdienen immer besser

Management

Seit dem Knick 2008 und 2009 geht es mit den Stundensätzen für IT-Freelancer stetig bergauf. Und es scheint sich zu zeigen, dass sich Erfahrung durchaus bezahlt machen kann.

76 Euro pro Stunde berechnet im Jahr 2014 ein IT- oder Engineering-Freelancer für seine Dienste im Durchschnitt. Deutlich über diesem Wert liegen Projektleiter und Berater. Das geht aus den Zahlen zum Projektmarkt hervor, die das Freelancer-Portal Gulp jährlich vorlegt. Damit wächst der von den Freiberuflern im Schnitt geforderte Stundenpreis das fünfte Jahr in Folge. Grundlage für diese Auswertung sind die Forderungen, die die Freelancer in das Projektmarkt-Portal eingetragen haben; laut Gulp seien damit etwa 90 Prozent des deutschen Marktes abgedeckt. In Schweiz und Österreich verdienen Freelancer sogar noch besser. So fordern derzeit Schweizer Experten im Schnitt 95 Euro pro Stunde und damit einen Euro mehr als noch vor einem Jahr.

Noch vor zehn Jahren wurde ein Durchschnittslohn von 64 Euro gefordert. Ohne dem ‘Knick’ in den Jahren 2008 und 2009, der der Finanzkrise geschuldet ist, wachsen seitdem die Stundensatzforderungen mehr oder weniger kontinuierlich.

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Es zeigt sich aber auch, dass die Entwickler mit zunehmender Erfahrung ihre Sätze nach oben verschieben. So hatte 2004 ein IT-Selbständiger mit 35 Jahren 68 Euro gefordert. Nach fünf Jahren mit 40 kostet eine Stunde bereits 73 Euro. Mit 45 Jahren verdient der Entwickler heute um 6 Euro mehr und bekommt 79 Euro.

“Er profitierte von seiner zunehmenden Erfahrung ebenso wie von einer positiven Marktentwicklung, denn die durchschnittliche Stundensatzforderung aller IT-/Engineering-Freelancer stieg in jenem Zeitraum ebenso”, kommentiert Stefan Symanek, Marketing-Leiter von Gulp.

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Besonders hoch sind die Stundensätze von Projektleiter und Beratern, die derzeit 84 beziehungsweise 81 Euro fordern. Auch Trainer liegen seit diesem Jahr über dem Durchschnitt. Sie haben ihre Stundensatz-Erwartung um sechs Euro auf nun 80 Euro erhöht. Immer wieder haben die Trainer ihre Forderungen nach oben geschraubt – in den letzten fünf Jahren ergab das eine Steigerung um insgesamt 13 Euro – so viel wie keine andere Gruppe.

Daneben steigern auch Qualitätssicherungs-Experten um drei Euro auf 70 Euro ihre Ansprüche. Bei Projektleitern, Engineering-Experten und Administratoren blieben die Stundensatz-Forderungen in den vergangenen zwölf Monaten dagegen unverändert. Damit liegen zwischen Admins und Projektleitern eine Preisspanne von nach wie vor 23 Euro.

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