Canonical stellt Ubuntu-OpenStack-Distribution vor

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Canonical startet ab sofort eine öffentliche Beta der “Canonical Distribution of Ubuntu OpenStack”. Nutzer sollen mit ihr in der Lage sein, eine Private Cloud innerhalb von Minuten einzurichten. Ubuntu 14.04 LTS und OpenStack 2014.02 (Juno) bilden die Grundlage dafür.

Canonical hat ab sofort eine öffentliche Beta der “Canonical Distribution of Ubuntu OpenStack” (PDF) gestartet. Das Unternehmen hat die Ubuntu-OpenStack-Distribution auf dem OpenStack Summit in Paris präsentiert. In einem Blog nennt sie Canonical-Gründer Mark Shuttleworth einen “Autopiloten” für die Private Cloud.

Mit der “Canonical Distribution of Ubuntu OpenStack” soll sich innerhalb weniger Minuten eine Private Cloud aufsetzen lassen (Bild: Canonical).
Mit der “Canonical Distribution of Ubuntu OpenStack” soll sich innerhalb weniger Minuten eine Private Cloud aufsetzen lassen (Bild: Canonical).

“Richten Sie sie auf einem oder zehn Racks mit Metal-as-a-Service (MaaS) aus und geben Sie ihre Storage-Technik, ihr Software-Defined Network (SDN) und ihre Hypervisor-Einstellungen an. Sie wird dann automatisch ihre Cloud erstellen, verwalten und für Sie überwachen, sie vollständig sichern sowie zu gegebener Zeit auf die nächste Version von OpenStack aktualisieren”, führt Shuttleworth aus. “Das ist für Leute gedacht, die eine High-Performance Reference Cloud wollen und sich auf ihre eigenen Anwendungen sowie Workloads konzentrieren möchten, statt auf die zugrundeliegende Infrastruktur.”

Für die Umsetzung verwendet die OpenStack-Distribution Canonical Landscape für das Systemmanagement und Juju für DevOps. Unterstützt werden Netzwerk-, Storage- und Computer-Komponenten mehrerer Hersteller. Die Grundlage bildet Ubuntu Server 14.04 LTS und die jüngste OpenStack-Version 2014.2 (Juno). Eine Installationsanleitung findet sich auf der Ubuntu-Website.

Die Ubuntu-Version 14.10 beinhaltete bereits Verbesserungen bei den Cloud-Funktionen. Unter anderem integriert sie zahlreiche Cloud-Techniken wie Cloud Foundry, ElasticSearch, Hadoop mit Hive und PigLatin sowie Echtzeit-Big-Data-Analyse mit Apache Storm. Darüber hinaus unterstützt sie OpenStack Juno. Diese ermöglicht den Nutzern eine erweiterte Richtlinienkontrolle für Object Storage. Canonical hat mit der Version außerdem den Support für Hadoop und Network Function Virtualization (NFV) verbessert.

Mit dem DevOps-Tool Juju können Nutzer einfacher Deployment und Anpassung von Cloud-Anwendungen in Public oder Private Clouds vornehmen. Auch bei Bare-Metal-Systemen auf Grundlage von Canonicals Metal-as-a-Service (MaaS). MaaS ermöglicht nicht nur die Bereitstellung von Ubuntu, sondern auch von Windows Server mit Hyper-V, CentOS und OpenSuse.

Noch vor Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und CentOS ist Ubuntu das beliebtestes OpenStack-Betriebssystem. Auf dem OpenStack Summit in Paris nannten es unter anderem BMW und Time Warner als das OpenStack-OS ihrer Wahl.

Die Cloud-Version von Ubuntu richtet sich nicht nur an Linux-OpenStack-Nutzer. Beispielsweise hat Canonical zusammen mit Microsoft Plug-ins bereitgestellt, die Windows Server als Gastbetriebssystem auf Ubuntu und OpenStack lauffähig machen. Damit entwickelt sich Ubuntu mehr und mehr zu einem Enterprise-Cloud-System.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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