SAP plant keine größeren Übernahmen mehr

Management

In den nächsten Jahren wollen sich die Walldorfer wieder auf organisches Wachstum konzentrieren. Die Zeit kostspieliger Zukäufe scheint vorerst vorbei zu sein.

(Bild: Martin Schindler)
SAP-CEO Bill McDermott.

Business Objects, Sybase, Ariba, Hybris, und SuccessFactors waren allesamt große Übernahmen, mit denen sich SAP neue Märkte und Bereiche erschlossen hat. Mit dem bislang größten Zukauf der Firmengeschichte, Concur, scheint bei SAP aber das Kapitel großer Übernahmen ein vorläufiges Ende gefunden zu haben. Offenbar sieht sich das Walldorfer Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet.

“Vor die Frage gestellt, ob wir hier zulegen oder uns zurücknehmen, werden wir hier kürzer treten”, So erklärte Bill McDermott auf der Jahestagung von Mogan Stanleys Euopean Technology, Media and Telecom Conference in Barcelona laut Nachrichtenagentur Reuters. “Wenn wir etwas machen, dann wird das nichts besonders sein, Sie werden vermutlich einschlafen.”

Gleichzeitig gibt der SAP-Chef einen Ausblick auf den Concur-Kauf. Die Walldorfer lassen sich den Cloud-Spezialisten 7,3 Milliarden Dolla kosten. Das ist SAPs bilang größte Übernahme. Dermott erklärt jetzt, dass diese Übenahme in rund drei Wochen abgeschlossen werden soll. Kritiker sehen in dem hohen Preis, den SAP bezahlt so etwas wie einen “Langschlägerzuschlag”.

Künftig wolle SAP über fünf Jahre hinweg ab Januar 2015 für jedes Jahr einen Wachstumsplan für jede Geschäftseinheit ausgeben. “Wir sind sehr zuversichtlich für die Zukunft”, ergänzte McDermott. Das aktuelle Quartal sei in den USA und in Europa sehr stabil. Ausnahme hier sei jedoch Russland.

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