Glenn Greenwald hält Vortrag auf CeBIT 2015

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Im Rahmen der CeBIT Global Conferences konnte die Deutsche Messe Edward Snowdens journalistischer Partner als Redner gewinnen. Greenwald will mit seinem Vortrag neue Impulse für die Diskussion um Regierungszugriffe auf Firmendaten liefern. Auch Alibaba-Gründer Jack Ma tritt als Sprecher auf.

Mit Glenn Greenwald hat die Deutsche Messe für die CeBIT 2015 einen weiteren prominenten Sprecher präsentiert. In Deutschland ist der Investigativ-Journalist vor allem als Partner Edward Snowdens für die Auswertung und Weitergabe der NSA-Unterlagen bekannt. Seinen Vortrag hält er im Rahmen den CeBIT Global Conferences. Dort tritt auch Alibaba-Gründer Jack Ma als Sprecher auf.

Die Pressemeldung zitiert Greenwald: “Ich freue mich, dass die CeBIT Global Conferences so deutlich die Themen Sicherheit und Privatheit im digitalen Zeitalter fokussieren. Besonders auf der weltweit bedeutendsten Veranstaltung für die digitale Wirtschaft ist es wichtig, zu erkennen, in welchem Umfang Dritte Zugriff auf unsere Daten – nicht nur private, sondern auch Unternehmensdaten – haben, denn auch zwei Jahre nach den Veröffentlichungen der Snowden-Dokumente gehen viele schlimme Missbräuche weiter. Gerade jetzt sollten die europäischen Regierungen schnellstens prüfen, welche Reaktionen die Bürger und die Unternehmen von ihnen erwarten und wie ihre Sicherheitsdienste effektiver überwacht werden können. Ich möchte dieser Diskussion mit meiner Rede auf der CeBIT in Hannover neue Impulse geben.”

Der 47-jährige Journalist und Rechtsanwalt veröffentlichte vor fast eineinhalb Jahre die ersten Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden in der britischen Tageszeitung The Guardian. Dafür hatte Greenwald Snowden mehrere Tage in Hongkong interviewt.

Der Journalist arbeitet seit Februar 2014 bei dem von Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanzierten Verlag First Look Media. Dort schreibt er regelmäßig für dessen Angebot The Intercept.

Im Sommer Greenwald lehnte er eine Anfrage des NSA-Untersuchungsausschusses des deutschen Bundestags nach Unterstützung ab. Er schrieb, dass er dem Bundestag gerne helfen wolle, wenn es um eine “ernsthafte Untersuchung” der Ausforschung durch die NSA gehe. Allerdings sei er nicht dazu bereit, “an einem Ritual mitzuwirken, das den Anschein einer Untersuchung erwecken soll”.

In den USA wird Greenwald ähnlich wie Snowden von einigen Politikern als Staatsfeind gesehen: Der für die US-Geheimdienste zuständige Regierungsdirektor James Clapper bezeichnete ihn als “Komplizen” von Snowden, der wiederum wegen Geheimnisverrats gesucht wird. Mike Rogers vom House Intelligence Committee ging sogar so weit, Greenwalds Informationsweitergabe an Medien (etwa den Spiegel in Deutschland) mit Hehlerei zu vergleichen.

Die CeBIT 2015 beginnt am Montag, 16. März, und dauert fünf Tage – bis zum 20. März 2015. Leitthema ist in diesem Jahr “d!conomy”, Partnerland ist China.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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