CloudCloud-Management

Vmware integriert mit vSphere 6 auch OpenStack

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Mehr als 650 Neuerungen hat VMware laut eigenen Angaben in das neue Release des ‘Rechenzentrums-Betriebssystems’ implementiert. Unter anderem verbessert VMware auch die Interoperabilität mit OpenStack.

VMware kündigt vSphere 6 an. Laut Hersteller ist es das größte Produktrelease in der Geschichte der Lösung für das Software-defined Datacenter und hybride Cloud-Umgebungen. Mit dabei ist auch eine neue Version von VMwares OpenStack. Diese Version soll für Unternehmensanwender kostenlos sein. Somit können Anwender zwischen der Verwaltung von VMware und OpenStack wechseln.

Neben neuen Funktionen sorge das neue Release auch für verbesserte Leistung, eine höhere Skalierbarkeit und auch für neue Konsolidierungs-Features. In einem Blog erklärt das Unternehmen, die Leistungssteigerungen sowie die Skalierbarkeit sei mit der neuen Version um bis zu viermal höher.

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Vergleich zwischen vSphere 5.5 und 6.0. (Bild: VMware)

In den nächsten Wochen sollen auch Funktionen wie VMware Virtual SAN 6 und vSphere Virtual Volumens verfügbar werden. Virtual SAN liefert ein Enterprise-Hypervisor-Converged Storage, über das sich Storage für virtuelle Maschinen realisieren lässt. Die vSphere Virtual Volumes ermöglichen native virtuelle Maschinen zusammen mit verschiedenen Systemen von Drittherstellern.

Ergänzt wird das Release von den ebenfalls neuen Produktversionen VMware VMware vCloud Suite 6 sowie vSphere mit Operations Management 6. Performance, Kapazität und die Pflege von Konfigurationen lassen sich mit der neuen Version überwachen. Mit der Unterstützung von Predictive Analytics und automatisierten Vorschlägen soll das Tool das Management von virtuellen Umgebungen vereinfachen. Mit der Lösung lassen sich Ressourcen-Engpässe voraussagen oder auch ungenutzte Ressourcen wieder anderen Maschinen zuweisen.

Zum ersten Mal veröffentlicht der Virtualisierungsspezialist auch das Open-Source-Cloud-Management OpenStack. Anwender bekommen über die entsprechenden APIs aber auch gleichzeitig vollen Zugriff auf die VMware-Infrastruktur.

Auch über große Distanzen hinweg lassen sich mit vSphere 6 jetzt Workloads verschieben. (Bild: VMware)
Auch über große Distanzen hinweg lassen sich mit vSphere 6 jetzt Workloads verschieben. (Bild: VMware)

VMware werde sämtliche Komponenten nicht nur packen und testen, sondern auch dafür Support anbieten. Laut hersteller könnten auch Unternehmen mit geringen oder keinen Kenntnissen über OpenStack oder Linux binnen weniger Minuten die Verwaltungslösung aufsetzen. Damit können Unternehmen mit VWmware-Wisse auch eine OpenStack-Cloud verwalten und administrieren. Daneben bietet VMware auch professionelle Services für die Software-Entwicklung und die Implementierung von OpenStack und DevOps-Projekten an. Dabei komme auch die Technologie des im vierten Quartal 2014 übernommenen MomentumSI zum Einsatz.

Mit einem Technology Preview verbindet VMware auch die private und die public Cloud über eine Kombination der NSX Network Virtualization und VMware vCloud Air, dem Public-Cloud-Angebot des Virtualisierungsspezialisten. Anwender können damit eine einzige sichere Netzwerkdomäne aufsetzen.

OpenStack mit VMware verwalten. (Bild: VMware)
Anwender können auch ohne Kenntnisse in Linux oder OpenStack über die VMware-vSphere-APIs OpenStack-Clouds administrieren. (Bild: VMware)

Als weitere neue Funktionen nennt der Hersteller den erweiterten Anwendungssupport und hier ganz besonders die Bedürfnisse von eigens für die Cloud geschriebenen Anwendungen mit agilen Deployment-Cycles und mehreren Application-Instanzen. Die Lösung könne nun mehrere Tausend Komponenten-Instanzen einer Cloud-Anwendung verwalten. Damit eigne sich die Lösung für Scale-Up-Anwendungen wie SAP HANA, Hadoop oder unternehmenskritische Anwendungen wie Oracle-Datenbanken, Microsoft SQL Server und SAP ERP.

Für Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur in verschiedenen Regionen unterhalten, sorgt der Hersteller für Live Migration Funktionen in dem neuen Feature Long-Distance vMotion. Damit sollen sich ohne Unterbrechung Workloads etwa zwischen London und New York verschieben lassen.

Als Projekt Fargo zeigt VMware ein Feature für Instant Clone Technologie. Damit sollen sich mehrere Tausend Container oder virtuelle Maschinen clonen und provisionieren lassen. Neue virtuelle Umgebungen lassen sich damit – so der Hersteller – unter einer Sekunde provisionieren.

Für eine erhöhte Automatisierung sorgt auch die Integration der Werkzeuge VMware vRealize Automation 6.2 und VMware vRealize Operations 6. Über diese beiden Technologien können private Clouds in einer Software-defined-Datacenter-Architektur aufgesetzt werden. Neu ist hier auch eine Funktion für showback/chargeback sowie neuen Budgeting-Features.

vShpere 6 sorgt auch für neue Funktionen bei der Desktop-Virtualisierung. So können Anwender nun auch 3D-Grafiken in Virtuellen Destkop Infrastrukturen (VDI) nutzen. Zusammen mit der VDI-Verwaltung Horizon 6 und der NVIDIa GRID vGPU-Technologie können nun auch grafisch anspruchsvolle Anwendungen als virtuelle Desktops ausgerollt werden.

vSphere 6 und Operations Management 6 sowie vCloud Suite 6 und Integrated OpenStack werden im Verlauf des ersten Quartals verfügbar sein. Der Preis für vSphere startet bei 995 Dollar pro CPU, Operations Management 6 ist ab 1745 Dollar und die vCloud Suite 6 ist ab 4995 Dollar Pro CPU zu haben. Support für Integrated OpenStack ist ab 200 Dollar pro CPU verfügbar, allerdings müssen mindesten 50 CPUs lizenziert werden.

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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