Universitäten verbieten Uhren

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Smartwatches (Bild: Sarah Tew/CNET)

Egal ob smart, digital oder analog: Während Prüfungen dürfen Studenten keine Uhren mehr tragen. Damit wollen Universitäten in Belgien und Großbritannien Schummeleien vorkommen.

Das Smartphone müssen Studenten abgeben oder ausschalten. Jetzt sollen auch Uhren bei Prüfungen verboten werden. Das berichtet Buzzfeed. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine Smartwatch ist oder eine “dumme” Uhr, die nur die Zeit anzeigen kann. Universitäten in Belgien und Großbritannien praktizieren dies bereits.

Die City University in London hat aus diesem Grund vermehrt Uhren an den Wänden montiert. Zudem hält sie Uhren bereit, wenn ein Student eine auf dem Tisch haben möchte. Den Schritt begründet die Universität damit, dass es schwierig sei herkömmliche Uhren von Smartwatches zu unterscheiden. Während der Prüfung müssen die Uhren in einem Plastikbehälter unter dem Tisch verstaut werden.

App ConTest auf der Pebble-Smartwatch (Bild: University of Michigan)
Forscher der University of Michigan haben eine App für die Pebble-Smartwatch entwickelt, mit sich bei Prüfungen schummeln lässt. (Bild: University of Michigan)

Dass Betrügen mit einer Smartwatch möglich ist, hat die Michigan University in einer Studie (PDF) bewiesen. Dafür haben die Autoren eine App für Pebble-Smartwatch geschrieben, mit der Studenten während der Prüfung über die richtige Antwort bei Multiple-Choice-Fragen abstimmen können. Ein unauffälliges Drücken der Knöpfe an der Uhr genügt dafür bereits. Auf dem Display zeigen kleine Pixel in Uhrzeit und Datum das Ergebnis an.

Bereits seit zwei Jahren ist an der belgischen Arteveldehogeschool in Gent jede Art von Armbanduhr während Prüfungen verboten. Neben der Schwierigkeit eine Smartwatch zu erkennen, war der Universität auch der Aufwand zu groß, sämtliche Uhren zu überprüfen.

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