IBM hebt Big Data in Flash-Storage

Data & StorageStorage

Neue Flash-Storage-Systeme von IBM verbessern nicht nur die Leistung der Vorgänger, sondern ermöglich nun auch Software-defined Storage samt dem Management externer Systeme.

IBM stellt zwei neue Enterprise-Flash-Speicherlösungen vor. Diese sollen rund um Big Data und Unternehmens-IT-Infrastrukturen hohe Leistung, Effizienz und Ausfallsicherheit bieten. Einsatzszenarien sind datenintensive Anwendungen und die Beschleunigung von Unternehmensspeicherlösungen.

Das IBM FlashSystem V9000 beinhaltet Software Defined Storage. Damit können Anwender bestehenden Speichersysteme in einer Verwaltungsdomain zusammenfassen und dabei aktuellste Virtualisierungstechnologie und Services implementieren. Laut IBM liefert dieses System häufig die Grundlage für anspruchsvolle Datenbank-Aufgaben mit DB2, Oracle oder SAP.

FlashStorage V9000. (Bild: IBM)
IBMs neues Flash-Storage-System V9000 ermöglicht virtualisiertes Storage und kann bis zu 32 PB external Storage verwalten. (Bild: IBM)

Das FlashSystem V9000 könne dabei als Software-defined Storage Layer agieren, der Managed Storage virtualisiert und Funktionen hinzufügt. Dabei agiert V9000 als Virtualisierungsschicht zwischen Host und externen Storage Systemen. Bis zu 32 PB Externen Storage kann ein einzelnes FlashSystem V9000 Array verwalten. Zudem lassen sich die Volumen zwischen internen und externen Storage-Kapzitäten unterbrechungsfrei verschieben.

Das IBM FlashSystem 900 bietet ebenfalls hohe Leistung, Ausfallsicherheit und Effizienz und soll laut Hersteller in weniger als zwei Stunden einsatzbereit sein.

Die technische Grundlage beider Systeme ist die IBM FlashCore-Technologie über die IBM den Flash-Storage optimiert. Die IBM FlashSysteme setzen Micron MLC-Flash-Chip-Technologie ein. Dadurch kann der Anbieter auch eine hohe Packungsdichte umsetzen und über die MicroLatency Modules sehr kurze Latenzzeiten realisieren.

Wie aus dem IBM-Datenblatt zum IBM FlashSystem 900 hervorgeht, verfügt das System auch über eine Hardware-Beschleunigungung bei I/O. Das bedeute, dass die Data-Paths redundante Non-Blocking Crossbar Backplanes und Hardware-basierte RAID-Controller von den System-Management-Funktionen separiert unterhalten. Damit können Anwender neunen Code aufspielen und gleichzeitig Wartungsarbeiten durchführen, ohne dass sich das auf die Leistungsfähigkeit des Systems auswirke.

Daneben weist das neue System neue Flash-Management-Funktionen wie die Variable Stripe RAID Technologie, Fehlerkorrektur, Overprovisioning, schnelle Schreib-Buffer sowie Hardware-basierte Data Offloads. Mit einer Garbage Collection, Relocation und einem Algorithmus für Block-Picking verbessere IBM zudem die Lebensdauer der Flash-Speicher und die Performance.

Das FlashSystem 900 verfügt darüber hinaus über 12 MicroLatency Module, die als Massively Parallel Flash Arrays die Speicherkapazität um bis zu 40 Prozent verbessern. Damit kann das FlashSystem 900 von 2 TB bis hin zu 57 TB in einem einzigen System vorhalten.

Die MicroLatency-Module unterstützten auch eine Offload AES-256 Verschlüsselungs-Engine sowie Hot-Swap- und Scale-out-Funktionen. Über eine zweidimensionale RAID-Technologie sind neben Variable Stripe RAID auch systemweit Level RAID 5 möglich.

Zudem können diese Systeme in VMware-Umgebungen die Storage-Kapapzität erweitern. Dafür sorgt der Support für das UNMAP Kommando in VMware vStorage APIs for Array Integration (VAAI), über das sich Performance und Storage-Space verbessern lassen. Darüber hinaus werden auch vSphere APIs for Storage Awareness (VASA) unterstützt. Der VMware Monitor für physikalischen Storage Topologie erleichtere darüber hinaus Wartungsarbeiten.

Unternehmen sollen dank dieser leistungsfähigen und schnelleren Systeme mehr Leistung aus den eigenen Systemen herausholen können. So setze beispielsweise Coca-Cola Bottling Co. Consolidated (CCBCC) ein IBM FlashSystems ein, um den wachsenden Datenmengen Herr zu werden. Durch den Einsatz der Flash-Technologie könne CCBCC statt bisher 100.000 heute 3,5 Millionen Datenpunkte pro Tag verarbeiten. Als Folge verbesserten sich die Nachfrageprognosen des Unternehmen.

Im Fokus stehen nun weniger die Warenlager, sondern vielmehr die Sicht auf den Einzelnen Kunden. CCBCC könne damit genauer vorhersagen, welches Produkt in welcher Anzahl an einem bestimmten Tag und in einem bestimmten Geschäft oder Automaten benötigt wird.

“Die Daten, die wir täglich erzeugen und analysieren, sind essentiell für unsere Fähigkeiten, Coca-Cola-Produkte zur richtigen Zeit in den Supermarktregalen anzubieten”, erklärt Tom DeJuneas, IT Infrastructure Manager bei CCBCC. “Wir nutzen FlashSystem Storage seit 2013. Wir konnten den Aufwand in der Datenverarbeitung um 75 Prozent reduzieren – Aufgaben, die zuvor 45 Minuten dauerten, benötigen jetzt nur noch sechs. Inzwischen setzen wir das neueste FlashSystem von IBM ein, um noch schneller an Schlüsselerkenntnisse zu gelangen, unsere Nachfrageprognose weiter zu verbessern und unsere Produkte zur richtigen Zeit anzubieten.”

 

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen