IBM will in Deutschland Stellen streichen

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Weltweit sollen etwa 8000 Mitarbeiter entlassen werden. Der Konzernumbau des Technologiekonzerns betrifft aber auch Deutsche Niederlassungen.

 

IBM Deutschland will offenbar 400 Arbeitsplätze abbauen. Damit würde die Belegschaft des Technologie-Konzerns hierzulande auf etwa 16.500 sinken, wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf den IBM-Aufsichtsrat berichtet. Weltweit sollen es laut Analysten-Schätzungen etwa 8000 Stellen sein. Die IBM-Gewerkschaft Alliance@IBM geht derzeit von etwa 5000 Stellen in USA und Kanada aus.

Von IBM Deutschland gibt es derzeit noch keine Stellungnahme zu den Berichten. Im Januar hatte ein Forbes-Journalist von mehr als 100.000 geplanten Stellenstreichungen berichtet. IBM hatte diese Zahlen jedoch schnell dementiert.

Martina Koederitz, Vorstandsvorsitzende IBM Deutschland. Quelle: Bitkom
IBM Deutschland-Chefin Martina Koederitz kommt offenbar nicht um Stellenstreichungen bei IBM herum. Quelle: Bitkom

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hatte IBM erklärt, dass alleine im Jahr 2014 rund 50.000 Stellen bei IBM abgebaut wurden, das entspricht etwa 12 Prozent. Somit liege die aktuelle Mitarbeiterzahl bei 380.000. Zuvor waren bei IBM 431.000 Menschen beschäftigt. Allerdings hängt der Großteil dieser Reduktion mit dem Verkauf der Server-Sparte an Lenovo zusammen. In diesem Zuge hatte 38.000 Mitarbeiter den Arbeitgeber gewechselt. Auch der Verkauf der Chip-Produktion fällt wohl in diese Zahl.

Dennoch: seit 11 Quartalen macht IBM Verluste. Und wie aus der Mitteilung hervorgeht, scheint IBM noch weitere Umstrukturierungen zu planen: “Das Unternehmen wird nach wie vor Fähigkeiten und Ressourcen umstrukturieren, um die besten Möglichkeiten im Markt auszuloten.” So sollen bei IBM derzeit auch über 15000 Stellen offen sein. Vor allem Fachkräfte für Cloud, BlueMix, Mobile oder auch für künstliche Intelligenz sind gefragt.

IBM teilt seit 2010 keine Details über die Höhe der Belegschaft mehr mit, angeblich aus Wettbewerbsgründen. In den USA, wo um die Jahrtausendwende noch über 150.000 Menschen beschäftigt waren, sollen es heute nach Gewerkschaftsschätzungen etwa 83.000 sein.

 

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