E-Plus und O2 – Telefónica legt Netze zusammen

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Nach der Fusion der beiden Mobilfunkprovider folgt nun mit der Integration der Funknetze der beiden Anbieter der nächste Schritt. Die Abdeckung soll sich so für die Anwender verbessern. Zudem ist ein Ausbau der LTE-Infrastruktur geplant.

Telefónica Deutschland kündigt auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Zusammenlegung der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus an. Damit können ab April UMTS Kunden der beiden Anbieter beide Netze nutzen, wie das Unternehmen mitteilt.

Wie CEO Thorsten Dirks erklärt, würden sich die Geräte in Bereichen in denen das Netz des Nutzers keine Abdeckung bietet, sich automatisch in das jeweils andere Funknetz einwählen. Dafür will Telefónica das so genannte National Roaming nutzen.

Neben O2- und E-Plus-Anwendern soll das neue Angebot auch für weitere Marken und auch für Partner-Anbieter gelten. Damit profitieren unter anderem auch blau Mobilfunk, Ortel Mobile, Türk Telekom mobile, Ay Yildiz, Simyo, Base, Fonic oder Aldi Talk von der Integration.

“Mit der Einführung des National Roamings fällt der Startschuss für das neue Netz von Telefónica Deutschland”, sagte Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland. “Wir werden ihnen mit der kombinierten Netzversorgung das beste Netzerlebnis über UMTS in Deutschland bieten und freuen uns, dass wir dieses technische Großprojekt für unsere Kunden schneller realisieren können als ursprünglich geplant.”

Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland. (Bild: Telefónica)
Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland. Er erhofft sich durch die Zusammenlegung der UMTS-Netze von O2 und E-Plus nicht nur bessere Services für die Kunden, sondern auch erhebliche Einsparungen. (Bild: Telefónica)

Dichtere Netzversorgung in Gebäuden solle es dadurch vor allem In städtischen Gebieten geben, verspricht Telefónic. In ländlichen Regionen hingegen sollen Anwender profitieren, deren bisheriges Netz keine UMTS-Versorgung geboten hatte. Sie werden automatisch über National Roaming mit dem anderen UMTS-Netz verbunden – sofern vorhanden. Eine gesonderte Anmeldung für diesen Dienst sei nicht nötig, heißt es vom Anbieter. Der Dienst soll schon in den nächsten Wochen an erste Nutzer ausgerollt werden. Nach wie vor sei UMTS der wichtigste mobile Standard wenn es um die mobile Übertragung von Daten geht, versichert das Unternehmen.

Mit dem National Roaming überbrückt Telefónica auch die Zeit bis zur physischen Integration der beiden Netzinfrastrukturen. Diese Konsolidierung der Netze will Telefónica in den nächsten fünf Jahren abschließen.

Parallel dazu gibt Telefónic auch den weiteren Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur für den Standard LTE bekannt. Im vierten Quartal 2014 habe das Unternehmen das Investitionsvolumen im Vergleich zu den Vorquartalen deutlich angehoben. Damit liege die Netzabdeckung im LTE-Netz bei rund 62 Prozent der Bevölkerung. Bereits Ende 2016 wolle Telefónica Deutschland eine Outdoor LTE-Coverage von bis zu 90 Prozent der Bevölkerung aufweisen können.

E-Plus ist seit Oktober vergangenen Jahres Teil von Telefónica. Die Fusion kostete dem Mutterkonzern des Münchner Mobilfunkanbieters O2 etwa 8,6 Milliarden Euro. Durch die Zusammenlegung der Netze verspricht das Unternehmen Einsparungen in Höhe von über 5 Milliarden Euro.

Von den etwa 40.000 Basisstationen sollen durch die Zusammenlegung etwa 14000 eingespart werden können. Zudem will Telefónica in den nächsten Drei Jahren 1600 Arbeitsstellen abbauen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 6000 Mitarbeiter und ist gemessen an der Zahl von 47 Millionen Kundenanschlüssen derzeit Deutschlands größter Mobilfunkbetreiber.

 

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