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Siemens plant offene Industrie-Cloud-Plattform

Siemens investiert auch mit der so genannten "Data Plant" in Software-Lösungen. Jetzt kommt mit CD-adapco ein Spezialist für Ingenieurs-Lösungen hinzu. (Bild: Simens)
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Mit einer Cloud-Plattform für Big Data Analysen aus Industrieanwendungen und für datenbasierte Services wie vorausschauende Zustandsüberwachung will Siemens künftig die Bedürfnisse der Industrie adressieren.

Siemens gibt Pläne über eine “offene Cloud-Plattform” bekannt. Die soll die Grundlage für die Auswertung von Industrie-Daten über die Cloud liefern. Diese Plattform werde auf der SAP HANA Cloud Plattform basieren, so Siemens.

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Neben Datensammlung und Datenauswertung bietet Siemens mit den Plant Data Services auch entsprechende Beratung für Industriekunden. (Bild: Siemens)

Bereits 2014 hatte Siemens die datenbasierten Services, die so genannten Plant Data Services angekündigt. Die neue Plattform soll diese Ankündigung nun weiter ausbauen. Bei diesem Service erfasst Siemens Maschinen- und Anlagendaten kontinuierlich, vorverarbeitet diese und wertet sie aus.

Daran knüpfen weitere Services wie “Asset Analytics” an. Darüber können Unternehmen beispielsweise die Verfügbarkeit von Maschinen, Produktionslinien oder ganzen Anlagen durch kontinuierliches Online-Monitoring erhöhen. Siemens verspricht mit diesem Service, dass drohende Störungen durch intelligente Mustererkennung oder Simulation lange im Voraus erkannt und frühzeitig erkannt werden können. Anwender sind dann in der Lage, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Siemens Data Plant Services. (Bild: Siemens)
Die bestehenden Data Plant Services will Siemens jetzt mit einem offenen Angebot erweitern, für das auch Drittanbieter über APIs eigene oder Industriespezifische Lösungen erstellen können. Die neue Plattform werde auf der SAP-In-Memory-Technologie HANA aufsetzen und soll ab diesem Jahr an die ersten Kunden ausgeliefert werden. (Bild: Siemens)

Über den Energiedatenmanagement-Service “Energy Analytics” könne Siemens für Anlagenbetreiber die Transparenz von Verbrauchsdaten erhöhen und damit Energiesparpotenziale aufzeigen.

Nun will der Anbieter über die neue offene Cloud-Plattform nicht nur die Analyse großer Datenmengen in der Industrie ausbauen, sondern auch OEMs (Original Equipment Manufacturer) sollen die Plattform künftig mit eigenen Applikationen die offene Infrastruktur für Datenanalysen nutzen. Damit ließe sich, wie es von Siemens heißt, beispielsweis der Betrieb der eigenen Maschinenflotten durch Datenanalysen zu optimieren. Auch die Online-Überwachung von weltweit verteilten Werkzeugmaschinen, Industrie-Robotern oder Industrie-Ausrüstung wie Kompressoren und Pumpen zählt zu den möglichen Anwendungen.

Eine verschlüsselte Kommunikation und zertifizierte Datenzentren zur Verarbeitung und Speicherung der Daten ergänzen weitere Sicherheits-Technologien zum Schutz dieser Infrastruktur.

“Mit dem Aufbau der neuen Cloud-Plattform treiben wir die Digitalisierung der Automatisierung entschieden voran. Leistungsfähige Services für die Analyse von Daten aus der Industrie sind ein wichtiger Bestandteil unsere Digital-Enterprise-Strategie”, so Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Derzeit testet Siemens die offene Cloud-Plattform für die Industrie in einer Pilotphase. Im Lauf des Jahres schrittweise weiteren Kundengruppen zugänglich gemacht werden. Siemens informiert auch auf der CeBIT über die Industry Cloud am SAP-Stand (Halle 4, Stand C04).

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Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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