PayPal schließt Partnerschaften für öffentliche Auftraggeber

E-GovernmentRegulierung

Künftig sollen in Bürger auch über QR-Codes Gebühren über den Zahlungsdienstleister PayPal an die Kommune überweisen können.

PayPal gibt zu CeBIT neue Partnerschaften im öffentlichen Sektor bekannt. So arbeitet das US-Unternehmen künftig mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 zusammen, um E-Government-Projekte umzusetzen. Im Rahmen der Partnerschaft mit der INFOMA Software Consulting GmbH können Kommunen Zahlungsaufforderungen künftig mit QR-Codes für mobiles Bezahlen via PayPal versehen.

ekom21 ist das größte kommunale IT-Dienstleistungsunternehmen in Hessen und bietet für über 700 Verwaltungen und damit etwa 30.000 Anwendern Software und Dienstleistungen. Seit diesem Jahr arbeitet die ekom21 mit PayPal zusammen, um die Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen per Internet über das iKfz-Portal der ekom21 umzusetzen.

Ein weiteres Projekt will PayPal in den nächsten Wochen mit dem Finanzsoftwareunternehmen INFOMA anstoßen. INFOMA stattet kommunale Verwaltungen mit entsprechenden Lösungen aus. In einigen Stäten sollen die Verwaltungen behördliche Zahlungsaufforderungen mit QR-Codes für mobiles Bezahlen per PayPal versehen können. Die Bürger können dann schnell und bequem ihre Gebühren über das Smartphone abwickeln. Im Rahmen dieser Partnerschaft integriert INFOMA damit auch eine Funktion für das elektronische Bezahlen in das Finanzwesen newsystem.

die nordrhein-westfälische Stadt Düren integriert PayPal ins Bürgerportal. (Screenshot: silicon.de)
Das Bürgerportal der nordrhein-westfälischen Stad Düren bietet seit etwa einem Jahr die Möglichkeit per PayPal zu bezahlen. (Screenshot: silicon.de)

Im nordrhein-westfälischen Düren können Bürger bereits seit März 2014 per PayPal Gebühren bezahlen. Im Bürgerportal der Stadt Gütersloh können seit Anfang März 2015 kommunale Leistungen online mit PayPal bezahlt werden.

Als weitere Projekte bei öffentlichen Auftraggebern nennt PayPal das Bezahlen von Verwarngeldern in Kaiserslautern, das Begleichen von Gerichtsgebühren oder Geldstrafen im ePayment-Portal des Hessischen Justizministeriums und die Möglichkeit, Zahlungen an das Hunderegister Niedersachsen über PayPal abzuwickeln.

“Gemeinsam wollen wir Behörden dabei unterstützen, ihr Angebot in der elektronischen Verwaltung voranzubringen und effizienter zu gestalten”, so Boris Wolter, Projektleiter Öffentlicher Sektor bei PayPal zu den beiden neuen Partnerschaften. “Das schnelle und sichere Bezahlen von Gebühren und Dienstleistungen über das Internet ist ein bürgernaher Service, mit dem Behörden ihren Bürgern mehr Service und Komfort bieten können.”

PayPal ist auf CeBIT in Halle 7 am Stand D40, am Stand des Hessischen Ministeriums des Innern vertreten. Bereits in wenigen Monaten soll auch die im zurückliegenden Herbst angekündigte Abspaltung von Ebay abgeschlossen sein. Das Unternehmen soll als eigenständige Organisation sich besser auf den sich schnell wandelnden Markt für Bezahlsysteme einstellen können. Offenbar hat das US-Unternehmen die öffentliche Verwaltung jetzt als neuen Absatzmarkt für die eigenen Lösungen identifiziert.

 

 

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