IBM stößt Supply Chain Sparte ab

EnterpriseÜbernahme

Der Konsolidierungskurs bei IBM geht weiter. Jetzt hat das Unternehmen den Unternehmensbereich und die Produktgruppe LogicTools, in dem Supply Chain Anwendungen und Design beheimatet sind, an das US-Unternehmen LLamasoft verkauft.

LLamasoft, ein US-Anbieter von Supply-Chain-Design-Software, hat für eine unbekannte Summe den IBM-Unternehmensbereich für Supply-Chain-Anwendungen übernommen, wie das Unternehme aus Ann Arbor, Michigan mitteilt. Die Produktfamilie LogicTools umfasst LogicNet Plus, LogicTools Inventory and Product Flow Analyst sowie die Lösung Transportation Analyst.

Daneben wechseln auch die Entwicklungs- und Supportteams zu LLamasoft. Wie das Unternehmen mitteilt, werde LLamasoft sofort damit beginnen, Software-Maintenance, Support und Services an die Anwender sämtlicher LogicTools auszuliefern. Weitere Fragen von Bestandskunden beantwortet LLamasoft in einer FAQ-Seite.

LogicTools Inventory and Product Flow Analyst bietet ein Supply Chain Inventory Management und eine Optimierung für die Supply Chain für Hersteller, Händler und Distributoren und soll vor allem dafür sorgen, dass die Lager optimal gefüllt sind.

LogicTools LogicNet Plus XE liefert eine Supply Chain Network Optimization und ein Design Tool für die Lieferkette. So lässt sich über die Lösung beispielsweise feststellen, wo neue Anlagen errichtet werden müssen. Zudem bietet die Lösung Hilfestellungen bei weiteren strategischen Entscheidungen.

Eine der bisher wichtigsten Lösungen aus dem LLamasoft-Portfolio ist Supply-Chain-Guru. Jetzt übernimmt das Unternehmen aus Ann Arbor die Supply-Chain-Design-Sparte von IBM. (Bild: LLamasoft)
Eine der bisher wichtigsten Lösungen aus dem LLamasoft-Portfolio ist Supply-Chain-Guru. Jetzt übernimmt das Unternehmen aus Ann Arbor die Supply-Chain-Design-Sparte von IBM. (Bild: LLamasoft)

LogicTools Transportation Analyst hingegen liefert eine Lösung für die Planung von Fahrzeugrouten und des Shipments. Damit lasse sich die Auslastung und Verfügbarkeit der Flotte optimieren.

Mit diesem Verkauf setzt IBM die eingeschlagene Transformation weiter fort. In jüngster Vergangenheit hat der Anbieter bereits die gesamte Chip-Fertigung und auch die Sparte mit x86-Server verkauft.

Für LLamasoft ist die Übernahme eine gute Gelegenheit das eigene Software-Portfolio rund um das Supply Chain Management Design weiter auszubauen und natürlich auch, um neue Anwender hinzuzukaufen. Laut Deloitte ist LLamasoft unter den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Nordamerika. Mit einem Wachstum von 830 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre belegt es dabei den Rang 139. Das Unternehmen profitiert vor allem von der weiter fortschreitenden Globalisierung, die immer mehr Unternehmen in unterschiedlichen Branchen zwingt, ihre globalen Zuliefernetzwerke zu optimieren und zu modellieren.

“Diese strategische Akquisition stärkt den Status von LLamasoft als Marktführer von Supply Chain Design Technologie”, kommentiert LLamasoft-Gründer und CEO Donald Hicks. Das Supply Chain Modeling sei vor allem in den sich schnell verändernden globalen Märkten eine wichtige Fähigkeit für Unternehmen, so Hicks weiter.

 

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