Revolution Analytics: Microsoft schließt Übernahme ab

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Der Softwarekonzern will die Statistik- und Analytics-Programmiersprache in SQL Server, Azure HDInsight und Azure Machine Learning integrieren. Damit steht Revolution Analytics in Rechenzentren, der Cloud und Hybridumgebungen zur Verfügung.

Microsoft hat die Akquisition von Revolution Analytics abgeschlossen. Das hat der Softwarekonzern in einem Blog mitgeteilt. Wie viele es für den Erfinder der Programmiersprache R für Statistiken und vorausschauende Datenanalyse bezahlt hat, ist nicht bekannt.

Darüber hinaus hat Microsoft die Pläne mit der Programmiersprache konkretisiert. Demnach soll sie in SQL Server zum Einsatz kommen. Sie stehe künftig Kunden in Rechenzentren, auf Azure und in Hybridlösungen zur Verfügung, erklärte Joseph Sirosh, Corporate Vice President für Informationsmanagement und Maschinelles Lernen bei Microsoft, in dem Blog. Außerdem will der Konzern die R-Distribution von Revolution in Azure HDInsight und Azure Machine Learning integrieren.

Die Weiterentwicklung von R und anderer quelloffenen Lösungen von Revolution als Open-Source-Lösung will Microsoft weiterhin unterstützen. Die kommerzielle R-Distribution wolle der Konzern ebenfalls für eine Vielzahl Plattformen – darunter Linux, Hadoop und Teradata – verfügbar halten.

Logos Microsoft und Revolution Analytics (Bild: Silicon.de)Seit der Gründung vor acht Jahren habe Revolution Analytics etwa 38 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten, berichtet TechCrunch. Demnach gehören Intel Capital und North Bridge Venture Partners zu den Investoren.

Revolution R kommt nach Angaben des Unternehmens bei Banken und Finanzdiensten, Arzneimittelherstellern, Consultingfirmen sowie in Herstellung und IT tätigen Unternehmen zum Einsatz. “Für Nutzer und Kunden wird sich nichts ändern”, hieß es schon im Januar.

2013 hatte Revolution Analytics ein Hadoop-Abkommen mit Hortonworks unterzeichnet. Seitdem entwickelt das Unternehmen eine Lösung für sogenanntes “in-Hadoop” Predictive Analytics, das das Importieren und Exportieren von Hadoop-Daten überflüssig machen soll.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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