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Ubuntu 15.04 führt Snapy Core ein

Canonical Distribution of Ubuntu OpenStack (Bild: Canonical)
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Mit Support für OpenStack Kilo und einem neuen Identity Management und der Container-Architektur LXD führt Canonical mit Vivid Vervet zahlreiche neue Server-Features für das quelloffene Betriebssystem ein.

Ab Donnerstag wird Ubuntu 15.04 all Vollversion zum Download bereit stehen. Canonical führt mit der Version Vivid Vervet neue Features für die Desktop-Version ein, wie zum Beispiel LibreOffice 4.4. Die Mehrzahl der Neuerungen jedoch betrifft die Server-Variante des Betriebssystems.

So wird Ubuntu, das ab Donnerstag, den 23. April, verfügbar sein wird, bereits das OpenStack-Realease Kilo unterstützen, das für den 30. April geplant ist.

Das neue Ubuntu-Release führt auch den Container-Hypervisor LXD ein. LXD steht für Linux Container Daemon. Die Technologie basiert auf den gleichen Grundlagen auf denen auch Docker basiert. LXD ist damit auch ein Konkurrenzprodukt für Docker unterstützt aber auch diese Container-Technologie. Zudem führt LXD auch ein erweitertes und vereinfachtes Mangement für Container-Installationen und andere Linux-Installationen ein.lxd_takeover

Canonical verfolgt damit den Ansatz, dass traditionell virtualisierte Umgebungen und auch den Container-Ansatz gleichermaßen unterstützen zu können.

Das vielleicht wichtigste Feature dieses Releases aber dürfte vermutlich die Einführung von “Snappy” Ubuntu Core sein. Damit bietet Canonical eine auf das Minimum reduzierte Version des Betriebssystems, das sich als Grundlage für Container-Technologien wie Docker oder Internet-of-Things-Anwendungen oder für den Betrieb von Cloud-Apps eignet. Vivid Vervet wird zum ersten Mal eine stabile Version dieses Mikro-Servers mitbringen.

“Snappy” Core

Core richtet sich auf den Einsatz in Systemen mit hohem Anspruch an Geschwindigkeit und Datendurchsatz und beschränkt sich daher auf die wichtigsten Services und operiert im “Read-only”-Modus. Daher lassen sich Core-Instanzen auch nicht aktualisieren, sondern werden gegen ein neues Image ausgetauscht.

“Dockers transaktionale Applikations-Delivery verändert die moderne Anwendungs-Entwicklung und die DevOps-Praxis, und snappy Unbuntu (Core) verspricht, die geleichen transaktionalen Updates mit dem Betriebssystem selbst zu liefern. Wir freuen uns, das Docker-Ökosystem mit dieser spannenden neuen Plattform wachsen zu sehen” so Ben Golub, CEO von Docker anlässlich der ersten Vorstellung von “Snappy” Core.

Ubuntu Vivid Vervet auf dem Desktop

snappy

Auf dem Desktop bringt Ubuntu 15.04 die Entwickler-Toolbox Ubuntu Make mit, das neue Ubuntu Developer Tools Centre. Entwickler können damit Mobile Apps, Web-Applikationen und auch Spiele entwickeln. Version 15.04 erweitert nun den Support um 14 neue Plattformen wie zum Beispiel Android NDK und Android Studio, IDEA, pycharm, rubymine und eclipse oder die Spieleentwicklungsplattform Stencyl.

Ubuntu 15.04 ist auch die Basis für Ubuntu Phone. Ab kommender Woche werde das neue Release Over-the-Air an die Endgeräte verteilt, teilt Canonical mit.

 

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Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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