2 Millionen US-Nutzer bezahlen noch für 56k-Modem

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20 Dollar pro Monat für 56 KBit/s. Das zahlen auch noch 2015 2,1 Millionen Nutzer in den USA. Dies geht aus AOLs aktuellem Quartalsbericht hervor. Allerdings ist nicht bekannt, wie viele wirklich noch mit dem Modem ins Internet gehen.

Wir schreiben das Jahr 2015 und eine kleine Gruppe Internetnutzer verschließt die Augen vor Breitbandverbindungen. 2,1 Millionen Nutzer bezahlen monatlich 20 Dollar für eine Verbindungsgeschwindigkeit von 56 KBit/s. Das zeigt AOLs aktueller Quartalsbericht, schreibt CNET.com.

In Zeiten von Highspeed-Internet mutet dies merkwürdig an. Immerhin hat die Federal Communication Commission (FCC) in den USA erst im Januar definiert, was Breitband in den Vereinigten Staaten bedeutet – nämlich 25 MBit/s. Eine Studie des Pew Internet Research Project ergab im September 2013, dass über 70 Prozent der US-Amerikaner über Breitband verfügen. Da stellt sich die Frage, warum freiwillig mit 56k-Modem durch das Internet zu kriechen?

Eine Antwort liefert AOL auf Nachfrage von CNET leider nicht. Also lässt sich nur spekulieren, wer die Nutzer sind, die sich beim Surfen gerne Zeit lassen. Möglicherweise handelt es sich um ältere Mitbürger. Für sie ist wahrscheinlich der Preis attraktiv oder einfach die Tatsache, dass sie wissen wie es funktioniert.

Logo AOL (Bild: AOL)Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Preis von 20 Dollar monatlich, die Obergrenze für manche Nutzer ist, die sie sich leisten können. In ihren Augen ist das Angebot von AOL das Beste. Vielleicht sind es aber auch Anwender, die in ihren Gewohnheiten gefangen sind oder sich einfach nicht für neue Technik interessieren. Sofern sich keiner der 2,1 Millionen Nutzer zu erkennen gibt, bleibt es ein Geheimnis.

Allerdings zahlen auch nicht alle AOL-Kunden mit 56k-Modem für den Dienst. Einige erhalten das Angebot kostenlos, weil sie vor Jahren damit gedroht haben, zur Konkurrenz zu wechseln. Vielleicht sind sie aber auch einfach nur zufrieden mit ihrer Internetverbindung.

[mit Material von Chris Matyszczyk, CNET.com]

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