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Apple setzt sich für Umweltschutz in China ein

Apple-Store in München (Bild: Andre Borbe / silicon.de)
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In Kooperation mit dem WWF will der iPhone-Hersteller nachhaltig bewirtschaftete Forstflächen schaffen. Apple will das dort gewonnen Holz unter anderem für Produktverpackungen nutzen. Außerdem errichtet der Konzern zwei 20-Megawatt-Solarparks.

Apple hat in China mehrere Umweltinitiativen geplant. Unter anderem will der iPhone-Hersteller in Zusammenarbeit mit dem World Wildlife Fund (WWF) in den nächsten Jahren nachhaltig bewirtschaftete Forstflächen fördern. Diese soll etwa 4000 Quadratkilometern groß sein und Holz unter anderem für die Papiererzeugung für Apples Produktverpackungen liefern.

Darüber hinaus ist geplant, die Fertigungsgebetriebe des Konzerns in China in Zukunft mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Dafür arbeitet es mit Leshan Electric Power, Sichuan Development Holding, Tianjin Tsinlien Investment Holding, Tianjin Zhonghuan Semiconductor und SunPower Corporation zusammen. Die Kooperation sieht den Bau von zwei 20-Megawatt-Solarfarmen vor. Diese sollen bis zu 80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das ist Apple zufolge ausreichend, um 61.000 chinesische Haushalte mit Strom zu versorgen.

Apple will beim Bau der Solarparks außerdem die möglichen ökologischen Folgen minimieren. Dadurch sollen vor allem Weideflächen für Yaks geschützt werden, die wichtig für die lokale Wirtschaft seien. “Heute basieren 87 Prozent der weltweiten Geschäfte von Apple auf erneuerbaren Energien und das Solarprojekt in der Provinz Sichuan bringt Apple näher an sein Versprechen heran, 100 Prozent zu erreichen”, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens aus Cupertino.

Apples Solarfarm in Hongyuan, China. (Bild: Apple)
Apples Solarfarm in Hongyuan liefert den Strom für alle Ladengeschäfte und Büros des Unternehmens in China (Bild: Apple).

“Wälder können genauso wie Energie erneuerbare Ressourcen sein”, sagte Lisa Jackson, Vizepräsidentin für Umweltinitiativen bei Apple. “Wir glauben, dass wir mit erneuerbaren Ressourcen auskommen und zugleich sicherstellen können, dass wir ausreichend nachhaltig bewirtschaftete Waldflächen erschaffen und erhalten können, um genug neues Papier für unsere Produktverpackungen zu produzieren. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, diese Welt besser zu verlassen als wir sie vorgefunden haben.”

Vor drei Wochen hatte Apple bereits ein Solarprojekt in China angekündigt. Es liefert nach Unternehmensangaben mehr Strom, als alle Apple-Niederlassungen und Stores in China benötigen.

Laut Lo Sze Ping, CEO von WWF China, zeigt Apples Engagement, dass nicht nur die Gesellschaft, sondern auch Unternehmen vom Umweltschutz profitieren können. Das Forstprojekt sei zudem für China als größten Holzimporteur weltweit von besonderer Bedeutung.

Apple unterhält in China 19 Büros und 22 Ladengeschäfte mit insgesamt 8000 Mitarbeitern. Insgesamt will es 3 Millionen neue Jobs in dem Land geschaffen haben, 1,5 Millionen alleine durch das iOS-Ökosystem.

Ende April hatte sich der iPhone-Hersteller ein hohes Ziel gesteckt. Apples aktuellem Nachhaltigkeitsbericht zufolge will der Konzern den Klimawandel stoppen. Ziel ist es, alle Büros, Rechenzentren, Fertigungsbetriebe und Apple Stores zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Andre ist Jahrgang 1983 und unterstützte von September 2013 bis September 2015 die Redaktion von silicon.de als Volontär. Erste Erfahrungen sammelte er als Werkstudent in den Redaktionen von GMX und web.de. Anschließend absolvierte er ein redaktionelles Praktikum bei Weka Media Publishing. Andre hat erfolgreich ein Studium in politischen Wissenschaften an der Hochschule für Politik in München abgeschlossen. Privat interessiert er sich für Sport, Filme und Computerspiele. Aber die größte Leidenschaft ist die Fotografie.

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