Microsoft kooperiert bei Vernetzung von Rechenzentren

Microsoft (Bild: Microsoft)

Gemeinsam mit Hibernia Networks und Aqua Comms will der Softwarekonzern ein transatlantisches Unterseekabel verlegen. Es soll Nordamerika und Großbritannien verbinden. Microsoft investiert auch in den Bau einer weiteren Transpazifikverbindung.

Microsoft hat mehrere Kooperationen angekündigt, um die eigenen Rechenzentren weltweit zu vernetzen. Es will dafür vor allem Unterseekabel nutzen. In diese hat der Softwarekonzern aus Redmond zuletzt verstärkt investiert.

Für den Bau hat Microsoft Verträge mit den Seekabelfirmen Hibernia Networks (PDF) und Aqua Comms abgeschlossen. Sie sollen zwei transatlantische Unterseekabel verlegen und künftig Nordamerika mit Großbritannien und Irland verbinden. Die Kabel sollen durch Halifax (Kanada), Ballinspittle (Irland) und Brean (Großbritannien) laufen.

Darüber hinaus plant der Softwarekonzern eine transpazifische Verbindung zwischen Asien und Nordamerika. Für dieses Vorhaben hat sich Microsoft einem Konsortium zum Bau des “New Cross Pacific Cable Network” (NCP) angeschlossen. Diesem gehören auch die chinesischen Provider China Mobile, China Telecom, China Unicom, Chunghwa Telecom sowie der koreanische Carrier Korea Telecom an. Das Kabel soll in Zukunft Hillsboro im westlichen US-Bundesstaat Oregon mit China, Südkorea, Taiwan und Japan verbinden. Als Teil dieses Abkommens wird Microsoft die erste eigene Kopfstation für Unterseekabel in den USA errichten.

Das "New Cross Pacific Cable Network" soll China, Südkorea, Taiwan und Japan mit den USA verbinden (Bild: Chungwa Telecom).
Das “New Cross Pacific Cable Network” soll China, Südkorea, Taiwan und Japan mit den USA verbinden (Bild: Chungwa Telecom).

Bereits seit neun Monaten bemüht sich Microsoft die eigene Netzwerkinfrastruktur zu erweitern. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Cloud-Diensten wie Azure und Office 365. Die Unterseekabel sollen Microsoft zufolge dabei helfen, Daten mit höherer Geschwindigkeit und an mehr Orte auf der ganzen Welt zu übermitteln.

Noch wichtiger dürfte für den Konzern aber sein, dass die neuen Kabel auch dabei helfen, angesichts wachsenden Kostendrucks mit der Konkurrenz mitzuhalten. Denn Facebook und Google haben bereits in Unterseekabel nach Asien investiert.

“Wenn wir auf die Zukunft dieser Investitionen blicken, glauben wir, dass unsere Kunden feststellen werden, dass Microsoft all die nötigen Bausteine zusammenbringt, um seine Clouddienste zu den zuverlässigsten, zugänglichsten und sichersten zu machen”, kommentiert David Crowley, Managing Director von Microsofts Global Network Procurement, in einem Blog. “Der Wettbewerb im Bereich Cloud und Infrastrukturen verschärft sich weiter. Aber diesen Kampf gewinnt man nicht mit Cloud oder Infrastrukturen allein, sondern mit ganzheitlichen Innovationen.”

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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