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Edge: Microsofts neuer Browser exklusiv für Windows

Windows 10, Sparta oder Edge. (Bild: Microsoft)
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Der Softwarekonzern will den Browser Edge nicht für andere Plattformen bereitstellen. Damit weicht Microsoft von der Strategie ab, die eigenen Produkte auch für andere Betriebssystem zu öffnen. Es glaubt nicht an einen Erfolg unter OS X oder auf Smartphones.

Microsoft will den neuen Browser Edge – ehemals Projekt Spartan – vorerst nur für Windows 10 veröffentlichen. Das berichtet Techcrunch. Eigentlich verfolgt der Softwarekonzern die Strategie, eigene Produkte wie Office auch für andere Betriebssystem anzubieten. Beim Nachfolger des Internet Explorer macht es aber eine Ausnahme.

Offenbar glaubt Microsoft nicht daran, dass sich Edge auf anderen Betriebssystemen durchsetzen kann. Dies negative Erwartungshaltung dürfte auch an der geringen Verbreitung von Mac OS X liegen. Im ersten Quartal 2015 kam Apples Desktopbetriebssystem den Zahlen von Netmarketshare zufolge auf einen Anteil von 7,36 Prozent. Linux lag mit 1,52 Prozent auf Rang drei. Alle Windows-Versionen gemeinsam erreichten 91,11 Prozent.

Auch im mobilen Bereich hätte es der neue Browser schwer. Dort dominierten im ersten Quartal 2015 Apples Safari (43 Prozent) und Googles Chrome (27 Prozent). Microsofts Internet Explorer lag mit einem Anteil von 2,46 Prozent noch hinter dem Standard-Android-Browser (15 Prozent) und Opera Mini (7,84 Prozent).

Windows Logo (Bild: Microsoft)
Vorerst sollen nur Windows-Nutzer Microsofts neuen Browser Edge nutzen können. (Bild: Microsoft)

Auf Grundlage dessen ergibt Microsofts Plan, Edge zunächst nur für Windows bereitzustellen Sinn. Sollte der Browser doch noch zu einem großen Erfolg werden, kann der Softwarekonzern ihn immer noch auf andere Plattformen portieren.

Microsoft verfolgt zurzeit die Strategie auch andere Betriebssysteme mit den eigenen Produkten wie Office auszustatten. Gleichzeitig will es aber auch Windows weiter stärken und neue Nutzer gewinnen.

Ende Januar hatte der Konzern aus Redmond die Office-Anwendungen Word, Excel und PowerPoint für Android-Tablets freigegeben. Für Apples mobiles Betriebssystem iOS waren sie bereits länger verfügbar.

Die Ausweitung von Office auf iOS und Android ist ein richtiger Schritt von Microsoft gewesen. Einer Studie des Marktforschungs- und Analystenhauses Piper Jaffray zum Jahresbeginn hatte ergeben, dass CIOs vor allem iOS- und Android-Geräte im Geschäftsalltag bevorzugen – 98 respektive 79 Prozent. Windows-Smartphones würden 58 Prozent der Befragten den Vorzug geben.

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Andre ist Jahrgang 1983 und unterstützte von September 2013 bis September 2015 die Redaktion von silicon.de als Volontär. Erste Erfahrungen sammelte er als Werkstudent in den Redaktionen von GMX und web.de. Anschließend absolvierte er ein redaktionelles Praktikum bei Weka Media Publishing. Andre hat erfolgreich ein Studium in politischen Wissenschaften an der Hochschule für Politik in München abgeschlossen. Privat interessiert er sich für Sport, Filme und Computerspiele. Aber die größte Leidenschaft ist die Fotografie.

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