Star-Trek-Fans eine Gefahr für die Gesellschaft?

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Ein Modell der USS Enterprise steht bereits in Vulcan. (Screenshot: silicon.de)

Scotland Yard glaubte zur Jahrtausendwende, dass Trekkies sowie andere Science-Fiction-Fans in einen Rausch geraten und infolgedessen Massensuizid oder Angriffe auf die Gesellschaft vollführen könnten.

Fans der US-Serien Star Trek und Akte X als eine Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung? Diese Ansicht hatte offenbar Scotland Yard beziehungsweise die britische Polizeibehörde Metropolitan Police Service (MPS) kurz vor der Jahrtausendwende. Das berichtet The Telegraph und beruft sich dabei auf ein Geheimpapier der Behörde.

Die Ermittler glaubten, dass Fans der Serien aufgrund des nahenden neuen Jahrtausends und den aufkommenden Verschwörungstheorien des Weltuntergangs im Jahr 2000 in einen Rausch geraten könnten. Dieser hätte Scotland Yard zufolge in einem Massensuizid oder in Angriffe auf die britische Gesellschaft führen können. Auch die Gründung eines Kults oder einer Sekte hielt die Behörde für möglich.

Neben Star Trek und Akte X stuften die Ermittler auch die US-Serien Roswell und Dark Skies sowie den Film “Der Rasenmähermann” aus dem Jahr 1992 als Risiko ein. Sie hätten ebenfalls zu Unruhen und Cyberangriffen führen können, schreibt Telegraph weiter.

Ein Modell der USS Enterprise steht bereits in Vulcan. (Screenshot: silicon.de)
Modell der USS Enterprise in Vulcan, USA. (Screenshot: silicon.de)

Der vertrauliche Bericht der Metropolitan Police stammt aus den Jahren 1998 bis 1999 und beinhaltet unter anderem Bedenken über Verschwörungstheorien zum Ende der Welt. In dem Bericht heißt es unter anderem: “TV-Dramen und Spielfilme, hauptsächlich in den USA produziert, gießen Öl ins Feuer. Diese vermischen unterschiedliche Bereiche von Religion, UFOs, Verschwörungen und mystische Ereignisse zu einer unterhaltsamen Geschichte.”

Allerdings geben die Autoren des Berichts zu, dass nicht die Serien an sich gefährlich sind, sondern die Verehrung dieser durch Gruppen oder einzelne Personen. Diese würde die Geschichten zu einem Teil ihres Programms machen.

Der britische Dozent für Investigativen Journalismus an der Sheffield Hallam University Dave Clarke hatte das vertrauliche Papier durch den Freedom of Information Act erhalten. Er stieß darauf, als er für sein neues Buch “How UFOs Conquered the World” recherchierte.

“Die Dokumente zeigen, dass die Polizei und Sicherheitsbehörden besorgt waren, dass nach dem Massensuizid der Anhänger von Heaven’s Gate neue religiöse Bewegungen – mit Bezug auf UFOs und Außerirdische – aus den USA nach Großbritannien kommen”, sagte Clarke dem Telegraph.

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