Connected Car: Daimler und Qualcomm kündigen Zusammenarbeit an

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Die Kooperation soll das intelligente vernetzte, emissionsfreie Fahrzeug voran bringen. Dabei wollen sich die Partner auf die Entwicklung eines induktiven Ladeprozesses für Elektroautos fokussieren. Möglicherweise kommt Qualcomms Snapdragon-Technik für 3G/4G-Mobilfunk im Auto zum Einsatz.

Im Bereich der Fahrzeugvernetzung wollen Qualcomm Techologies und Daimler künftig kooperieren. Das haben die beiden Konzerne nun bekanntgegeben. Sie wollen zunächst prüfen, welche Technologien sie in Fahrzeugen der Zukunft verwenden können. Unter anderem könnten Qualcomms Snapdragon-Prozessoren für 3G/4G-Mobilfunkverbindungen innerhalb von Fahrzeugen genutzt werden. Ebenfalls im Gespräch ist Qualcomms Halo Wireless Electric Vehicle Charging (WEVC) für die kabellose Lademöglichkeiten für Elektroautos.

Im Fokus der Partnerschaft stehe die Entwicklung eines induktiven Ladeproezesses für Elektroautos konzentrieren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Partner. “Unsere Arbeit mit der Daimler AG ist eine konsequente Erweiterung der Partnerschaft, die schon heute mit dem Formel-Eins-Team Mercedes AMG Petronas besteht. Denn unser Engagement im Motorsport bringt Innovation und Fortschritte hervor, die die Automobilindustrie bereichern können”, sagte Qualcomm-Geschäftsführer Derek Aberle.

Qualcomm und Daimler erweitern ihre bisher auf den Motorsport begrenzte Kooperation (Bild: Daimler/Qualcomm).
Qualcomm und Daimler erweitern ihre bisher auf den Motorsport begrenzte Kooperation (Bild: Daimler/Qualcomm).

Mercedes-Benz-Kunden könnten Halo WEVC nutzen, um ihre Elektrofahrzeuge oder Plug-in-Hybride zu laden, ohne eine Ladesäule anfahren zu müssen. Auf der eCarTec 2013 präsentierte Qualcomm in München seine Vision sämtliche Straßen mit seinem System auszustatten und damit eine Reichweitenbeschränkung von Elektrofahrzeugen aufzuheben. Ob sich das System durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Auch elektronische Geräte im Auto könnte durch die WiPower-Technik kabellos geladen werden.

“Als Vorreiter im Bereich innovativer Schlüsseltechnologien wollen wir unseren Kunden in jedem Bereich ein einzigartiges Fahrerlebnis bieten”, kommentierte Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Verantwortlicher für Konzernforschung sowie Entwicklung. “Dieses ehrgeizige Ziel spornt uns an, gemeinsam mit international agierenden Technologieführern wie Qualcomm neue Kooperationswege auszuloten.” Gemeinsam wolle man am intelligent vernetzten, emissionsfreien Fahrzeug der Zukunft arbeiten.

Qualcomm hat schon zuvor mit Automobilherstellern kooperiert. Als einer der ersten Technologiepartner der im September 2014 gestarteten FIA-Rennserie Formel E, in der ausschließlich Formelwagen mit Elektromotor starten, arbeitet es beispielsweise mit Renault und BMW zusammen. Mit Maserati und Cadillac hat es zudem Konzeptautos entwickelt, die seine Snapdragon-Prozessortechnik nutzen.

eCarTec 2013

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Mercedes B-Klasse Electric Drive
Die rein elektrische B-Klasse von Mercedes schafft mit einer Batterieladung 200 Kilometer. Auf den Markt kommt das Elektroauto aber erst im Laufe des Jahres 2014. Zu sehen war die B-Klasse auf der eCarTec in München. Dort haben sich etwa 12.000 Menschen während der drei Messetage über die Neuheiten von fast 480 Ausstellern informiert.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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