iOS 9 bringt Multitasking für iPads

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Mit den Multitasking-Funktionen können Nutzer zwei Apps gleichzeitig Seite an Seite ausführen. Apple verbessert mit iOS 9 auch die Suche und den Sprachassistenten Siri. Die Aktualisierung soll im Herbst zur Verfügung stehen.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple iOS 9 präsentiert. Der Konzern will damit iPhone, iPad und iPod Touch “intelligenter und proaktiver” gestalten. Unter anderem bringt die nächste Version des mobilen Betriebssystems neue Multitasking-Funktionen fürs iPad, um somit attraktiver für Unternehmen zu werden. Auch die Suchfunktion sowie den Sprachassistenten Siri hat der Konzern aus Cupertino verbessert.

Die Multitasking-Funktionen von iOS 9 erlauben es iPad-Nutzern, zwei Anwendungen gleichzeitig und Seite an Seite auszuführen. Apple bietet alternativ eine Bild-in-Bild-Funktion an. Mit ihr lässt sich unter anderem ein Video anschauen, während man im Internet surft oder eine E-Mail schreibt.

Ab Werk unterstützen die Multitasking-Funktionen des iPads nur Apps von Apple. Entwickler sollen aber über Programmierschnittstellen (API), das Feature auch in ihre eigenen Anwendungen einbauen können. Der iPhone-Hersteller hat zudem die Shortcut-Liste überarbeitet. Diese liefert nun maßgeschneiderte Aktionen für die gerade geöffnete App. Nutzer sollen mit neuen Multi-Touch-Gesten einfacher Text auswählen und bearbeiten können. Die Darstellung der Buchstaben auf der Bildschirmtastatur differenziert nun nach Groß- und Kleinschreibung.

Siri passt sich dem Nutzer an

Darüber hinaus hat Apple den Sprachassistenten überarbeitet. Neben einem neuen Design bietet Siri nun kontextbezogene Erinnerungen und neue Möglichkeiten, um Fotos und Videos zu suchen. Der Dienst schlägt in Zukunft selbstständig Aktionen zu bestimmten Zeitpunkten vor – noch bevor der Nutzer eine Eingabe vornimmt. Die Grundlage dafür bildet das Nutzungsverhalten. Beispielsweise passt Siri Erinnerungen an einen Termin an die aktuelle Verkehrslage an. Der Assistent kann sich auch merken, wenn Nutzer zu bestimmten Zeiten oder bestimmten Orten Musik hören und blendet dann automatisch die Steuerelemente für die Wiedergabe ein.

Die neue News-App kombiniert laut Apple das Design eines Print-Magazins mit der Interaktivität digitaler Medien (Bild: Apple).
Die neue News-App kombiniert laut Apple das Design eines Print-Magazins mit der Interaktivität digitaler Medien (Bild: Apple).

Außerdem hat Apple unter iOS 9 die Notizen-App grundlegend überarbeitet. Mithilfe eines Fingers lassen sich nun Skizzen zeichnen. Mit Checklisten sind Nutzer in der Lage, Aufgaben nachzuverfolgen. Zudem können Informationen aus anderen Apps in Notizen eingefügt werden.

Auch eine News-App hat der iPhone-Hersteller auf dem WWDC vorgestellt. Sie soll “die reiche umfassende Gestaltung eines Print-Magazins mit der Interaktivität der digitalen Medien kombinieren”. Die Anwendung lernt Apple zufolge die Interessen eines Nutzers. Auf diese Weise soll sie passende Inhalte anzeigen können. Allerdings verlangt der Konzern von Herausgebern und Verlagen, dass sie ihre Inhalte in einem von Apple vorgegeben Digital-Publishing-Format bereitstellen. Als Partner hat Apple dafür unter anderem Conde Nast, ESPN und die New York Times gewonnen. Die an Google Play Kiosk erinnernde Lösung soll zunächst aber nur in den USA und in Großbritannien verfügbar sein.

Längere Akkulaufzeit mit iOS 9

Mit iOS 9 verspricht Apple aber auch eine längere Akkulaufzeit. Einem typischen Nutzer soll das Update eine zusätzliche Stunde bieten. Darüber hinaus lässt sich die Akkulaufzeit mit einem neuen Energiesparmodus verlängern. Software-Updates sollen zudem weniger Platz benötigen, was das Löschen von Inhalten vor der Installation eines Updates überflüssig machen soll.

Mitglieder des iOS Developer Program haben ab sofort Zugriff auf eine erste Beta von iOS 9. Eine öffentliche Beta startet im Juli. Die Final hat Apple für Herbst angekündigt. Sie lässt sich auf iPhone 4S oder neuer, iPad 2 oder neuer, iPad Mini oder neuer und dem iPod Touch der fünften Generation installieren, also auf allen Geräten, auf denen auch iOS 8 läuft.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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