AWS bietet M4-Instanzen für universelle Arbeitslasten an

CloudVirtualisierung
Amazon Web Services. (Bild: Amazon)

Der neuen Instanzentyp steht ab sofort zur Verfügung und basiert auf für EC2 optimierten Intel-Xeon-CPUs E5-2676 v3 mit 2,4 GHz Basistakt und bis zu 160 Gibibyte RAM. Nutzer können die fünf Konfigurationen für Datenbanken, Gaming-Server, Caching, Batch-Jobs und Business-Anwendungen einsetzen.

Ab sofort steht Kunden von Amazon Web Services (AWS) ein neuer Instanzentyp zur Verfügung. Die M4-Instanzen eignen sich für universelle Workloads mit ausgeglichenen Computing-, Speicher- und Netzwerkanforderungen. Sie können über AWS Elastic Compute Cloud (EC2) bezogen werden und bieten fünf Konfigurationen mit zwei bis 40 virtuellen Kernen sowie bis zu 160 Gibibyte (GiByte) RAM.

Für das Angebot nutzt AWS angepasste Intel-Xeon-Prozessoren des Typs E5-2676 v3 auf Basis der Haswell-Architektur. Sie sollen “speziell für EC2 optimiert” worden sein. Sie verfügen über einen Basistakt von 2,4 GHz und lassen sich mittels Intels Turbo-Boost-Technik auf bis zu 3 GHz erhöhen.

“M4-Instanzen eignen sich gut für eine große Brandbreite von Applikationen, inklusive relationale und In-Memory-Datenbanken, Gaming-Server, Caching-Flotten, Batch-Prozesse und Geschäftsanwendungen wie SAP oder Microsoft SharePoint”, erklärt AWS-Cloud-Chef Jeff Barr in einem Blog.

Die neuen M4-Instanzen von AWS im Überblick (Bild: Amazon)
Die neuen M4-Instanzen von AWS im Überblick (Bild: Amazon)

Jede der Instanzen ist für Elastic Block Store (EBS) optimiert und stellt dafür – zusätzlich zum Standard-Netzwerkdurchsatz – 450 bis 4000 MBit/s dedizierte Bandbreite Verfügung. Für die M4-Instanzen verspicht Amazon darüber hinaus höhere Netzwerkleistung in Paketen pro Sekunde, weniger Störsignale und geringere Latenzen.

Nutzer können die M4-Versionen wie alle EC2-Instanzen auch On-demand buchen, fest reservieren oder auf dem Spot-Market in Form überschüssiger Kapazität ersteigern. AWS bietet sie in den acht Rechenzentren in Northern Virginia (US East), Oregon (US West), Irland und Frankfurt (beides Europa) sowie Tokio und Sydney (beides Asien-Pazifik) an.

Für Frankfurt gelten bei Linux/Unix-Nutzung Preise zwischen 0,15 Dollar pro Stunde für die kleinste Instanz “m4.large” (2 vCPUs, 8 GiByte RAM) und 3 Dollar pro Stunde für die größte Ausführung “m4.10xlarge” (40 vCPUs, 160 GiByte RAM). Die Kosten für andere Regionen lassen sich auf der EC2-Preisseite einsehen.

Außerdem hat Amazon angekündigt, die Preise um fünf Prozent zu senken. Dies gilt für M3- und C4-Instanzen in den Rechenzentren Northern Virginia, Oregon, Irland, Frankfurt, Tokio und Sydney. Die günstigeren Preise gelten für On-Demand-Instanzen rückwirkend zum 1. Juni und für ein Jahr reservierte ab dem 11. Juni.

Die Amazons jüngster Zug im fortdauernden Preiskampf mit Google Cloud Engine und Microsoft Azure. Erst kürzlich hatte Google die Tarife für Compute Instances um bis zu 30 Prozent verbilligt. Zugleich führte es eine neue Klasse prä-emptibler Virtual Machines ein, die kurzfristige Kapazitäten zu einem festen, besonders niedrigen Preis liefern. Google spricht hier von einem Nachlass von bis zu 70 Prozent gegenüber einer festen Buchung einer VM.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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