Docker vollständig von SUSE Enterprise Server 12 unterstützt

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Dank Docker lasse sich ein SLES-Server in wenigen Sekunden aufsetzen. Ein automatisiertes Deployment von Container-Anwendungen verbessere zudem die Sicherheit.

SUSE Enterprise Server 12 unterstützt jetzt vollständig Docker als Teil der Container-Komponenten. Bislang lieferte der Anbieter Docker zusammen mit SUSE Enterprise Server mit aus. Die Integration mit dem Server-Betriebssystem allerdings vereinfacht den Einsatz von Container-Anwendungen in vielen Bereichen zusätzlich.

Durch diese vollständige Integration lasse sich Docker produktiv für Container-Anwendungen einsetzen. Zudem lassen sich die Docker-Container damit auch in einer eigenen On-Premise-Registry innerhalb der Unternehmens-Firewall einrichten. Container-Images können damit in einer kontrollierten und sicheren Umgebung gehostet werden.

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Anlässlich der ausverkauften Konferenz Docker Con 2015 gibt SUSE den volsständigen Support von Docker in SUSE Enterprise Server bekannt. (Bild: Docker)

Aktuell unterstützt SUSE mit dem neuen Docker-Server lediglich x86-64 Server. Am Support für andere Hardware-Plattformen arbeite das Unternehmen. Geplant ist zudem Integration in den SUSE Manager für das Lifecycle Management von Docker-Images.

Mit der Integration stehen Anwendern von SUSE Linux Enterprise Server 12 auch einfache zu nutzen Tools zur Verfügung, um Container zu designen, zu installieren und zu verwalten. Über das Management-Framework YaST erhalten Anwender einen Überblick über Docker-Images. Die SUSE-Verwaltungslösung vereinfache zudem Einsatz und Verwaltung von Docker Container-Anwendungen. Über das Tool KIWI ist es zudem möglich, eigene Images im Docker Build-Format zu erstellen.

Mit dem Projekt Portus bietet SUSE ein Front-End und eine Authentifizierungslösung für Docker-Images. (Bild: Flavio Castelli)
Mit dem Projekt Portus bietet SUSE ein Front-End und eine Authentifizierungslösung für Docker-Images. (Bild: Flavio Castelli)

In der neuen Version lässt sich eine On-Premise-Registry einrichten und über das wenige Wochen alte quelloffene Open-Source-Tool Portus steht nebst einem Front End auch eine Authentifizierungslösung für diese Registry bereit. Durch den Support von SLES 12 für die Hypervisoren Xen- und KVM lassen sich die Container-Anwendungen über den Enterprise Server in pyhsischen, Virtuellen und Cloud-Umgebungen betreiben.

“Dank des Docker-Tools in SUSE Linux Enterprise Server waren wir in der Lage, die Anzahl der zu verwaltenden virtuellen Maschinen in unserer Entwicklungsumgebung deutlich zu reduzieren. Das Ergebnis sind signifikante Einsparungen in unserer System-Administration”, so berichtet Thomas Brottrager, IT-Manager bei STIA Holzindustrie GmbH einem Pilotkunden der neuen Docker-Lösung.

“Mit der Virtualisierung wurden beim Aufsetzen eines Servers aus Stunden nur noch Minuten; dank Containern und Docker dauert es nur noch Sekunden”, sagt Michael Jores, Regional Director Central Europe bei SUSE. “Die Entwicklung von effizientem Container-Deployment war schon immer wichtig für SUSE. Schon bevor wir Docker in SUSE Linux Enterprise Server 12 letztes Jahr aufgenommen haben, haben wir mit SUSE Linux Enterprise Server 11 jahrelang Linux-Container unterstützt.”

in einem neuen Standardisierungs-Ansatz versucht die die Linux Foundation zusammen mit 20 Unternehmen allgemeine Spezifikationen für Container-Formate und Laufzeitumgebungen zu entwickeln. Dafür hat die Foundation jetzt das Open Container Project gegründet zu den Unterstützer gehören unter anderem Apcera, AWS, Cisco, CoreOS, Docker, EMC, Fujitsu Limited, Google, Goldman Sachs, HP, Huawei, IBM, Intel, Joyent, Pivotal, Mesosphere, Microsoft, Rancher Labs, Red Hat und VMware. Wie das Projekt mitteilt, soll schon in den nächsten Wochen mit einem ersten Entwurf für einen Standard zu rechnen sein.

Tipp: SUSE-Konkurrent Red Hat hat aktuell eine Studie zur Nutzung von Linux-Containern durchgeführt. Die Ergebnisse sehen hier!

 

 

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