Speicherlücke gefährdet 94 Prozent aller Android-Geräte

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Android Logo (Bild: Google)

Die Schwachstelle betrifft Geräte mit Android 4.x Ice Cream Sandwich bis Android 5.x Lollipop. Sie lässt den Android-Debugger abstürzen. Auf diese Weise können Angreifer auf den Inhalt des Hauptspeichers zugreifen.

Trend Micro warnt vor einer Sicherheitslücke in Geräten mit Android 4.x Ice Cream Sandwich bis Android 5.x Lollipop. Es hat die Schwachstelle im Android-Debugger Debuggerd entdeckt. Angreifer können sie ausnutzen, um auf die Inhalte des Hauptspeichers zuzugreifen. Googles Statistik zufolge sind 94,1 Prozent aller Android-Geräte betroffen.

Mithilfe einer bösartigen App können Angreifer die Schwachstelle einsetzen, um den Hauptspeicher auszulesen. Laut Trend Micro ist es aber nicht möglich, Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Allerdings lösen wiederholte Abstürze des Debuggers einen Denial-of-Service-Angriff aus. Außerdem können Angreifer die Schwachstelle nutzen, um die Schutzfunktion Address Space Layout Randomization (ASLR) zu umgehen. Sie lässt sich auch mit anderen Fehlern kombinieren.

Eine speziell präparierte Datei um Executable and Linkable Format (ELF) löse die den Absturz des Debuggers aus, so das Sicherheitsunternehmen weiter. Sie muss Offset-Werte enthalten, die auf nicht zugängliche Speicherbereiche verweisen. Nach dem Absturz findet sich der Speicherinhalt in Dumb- und Logd-Log-Dateien. Die ELF-Datei lasse sich wiederum so in eine APK-Datei einbauen, dass sie als Schleife ausgeführt werde.

Android_Repair_Bereits seit dem 27. April weiß Google über die Sicherheitslücke Bescheid. Am darauf folgenden Tag habe der Internetkonzern das Problem bestätigt, schreibt Wish Wu, Mobile Threat Response Engineer, im TrendLabs-Blog. Google stufe das von der Anfälligkeit ausgehende Risiko als gering ein.

Die derzeit erhältlichen Testversionen des Lollipop-Nachfolgers Android M sind laut Trend Micro nicht betroffen. Zudem stehe seit dem 15. Mai ein Patch für das Android Open Source Project zur Verfügung. Die meisten Nutzer werden den Fix aber wahrscheinlich nur im Rahmen eines Upgrades auf Android M erhalten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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