HP und Enterprise-Chef Bill Veghte gehen getrennte Wege

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Der Konzern verliert mit Veghte den dritten leitenden Manager in diesem Jahr. HP hat ihn eigentlich als wichtiges Führungsmitglied des kommenden HP Enterprise vorgesehen. Antonio Neri soll künftig Veghtes Posten übernommen.

Hewlett-Packard hat den Abgang von Bill Veghte, Executive Vice President der Enterprise Group, bekanntgegeben. Er “verlässt das Unternehmen im Lauf des Sommers, um eine neue Herausforderung anzunehmen.” Damit verliert der Konzern im Vorfeld der Aufteilung auf zwei Firmen einen wichtigen Manager.

Bereits Anfang Februar haben die zwei leitenden Manager Dave Donatelli und Scott Bradley HP verlassen. Im vergangenen Jahr zog der Konzern die beiden von wichtigen Positionen ab. Damals verantwortete Bradley die Abteilung für PCs und Drucker, Donatelli leitete das Unternehmensgeschäft. Mittlerweile ist Donatelli verantwortlich für Oracles Hardwaregeschäft.

Veghte arbeitete seit 2010 für HP und trat im vergangenen Jahr die Nachfolge von Donatelli als Enterprise-Chef an. Zuvor war er für kurze Zeit Chief Strategy Officer, länger dann Chief Operating Officer gewesen. Dabei galt er immer als wichtiger Mitarbeiter von CEO Meg Whitman.

Bill Veghte (Bild: HP)
Bill Veghte verässt HP, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. (Bild: HP)

Im Januar hatte HP Veghte bei der Vorstellung der Führungsteams der beiden künftigen Firmen noch fest eingeplant. Er sollte Executive Vice President und General Manager der Enterprise Group werden, die Server, Netzwerkausrüstung und andere IT-Hardware verkauft.

Antonio Neri folgt Veghte als Senior Vice President der Enterprise Group. Das hat der Konzern bereits verkündet. Darüber hinaus hat HP Chris Hsu mit der Position des COO bei Hewlett-Packard Enterprise betraut. Er soll den Aufteilungsvorgang beaufsichtigen.

Die Aufspaltung des Konzerns soll HP rund 2,7 Milliarden Dollar kosten. Am Ende wird es ein Unternehmen für Geschäftskunden (Hewlett-Packard Enterprise) und eins für Drucker und PCs geben (HP Inc). Beide werden jeweils etwa die Hälfte des Umsatzes ausmachen und nach wie vor an der Börse gelistet sein. Von dieser Restrukturierung erhofft sich das HP-Management schnelleres Wachstum in den einzelnen Bereichen.

Für beide Firmen will HP noch diese Woche konkrete Finanzziele verkünden. Der bisherigen Schätzung zufolge wird Hewlett-Packard Enterprise einen Jahresumsatz von 58,4 Milliarden Dollar sowie 6 Milliarden Dollar Gewinn vorweisen können. Für HP Inc wurden 57,2 Milliarden Dollar Umsatz und 5,4 Milliarden Dollar Gewinn veranschlagt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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