BlackBerry: Bilder sollen Android-Smartphone zeigen

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Die Render-Fotos zeigen ein Gerät mit abgerundeten Display an beiden Seiten. Sie ähneln einem Slider-Smartphone, das BlackBerry im März präsentierte. Angeblich übernimmt AT&T den Verkauf des Handys in den USA.

Ein Render-Bild soll ein neues BlackBerry-Smartphones mit Android zeigen. Der für seine zuverlässigen Vorabinformationen bekannte Evan Blass hat das Foto auf Twitter veröffentlicht. Das Gerät sieht einem Slider-Handy ähnlich, das BlackBerry im März auf dem Mobile World Congress kurz vorgestellt hatte.

Damals ging man davon aus, dass BlackBerry das Smartphone mit dem eigenen mobilen Betriebssystem ausstatten wolle. Der Website N4BB liege Fotos der Präsentation vor. Demnach zeigen sie ein Smartphone mit nach untern herausziehbarer Tastatur. Wie bei Samsungs Galaxy S6 Edge seien die Seiten des Displays abgerundet. Dies geht auch aus dem Foto hervor, das Blass über seinen Twitter-Account @evleaks verbreitet hat.

In den USA soll AT&T das Smartphone mit dem Codenamen Venice vertreiben. BlackBerry würde sich damit nicht zum ersten Mal an Googles Mobilbetriebssystem annähern. Bereits das 7-Zoll-Tablet Playbook konnte vor vier Jahren Android-Apps verwenden. Der kanadische Handyhersteller integriert mittlerweile den Amazon Appstore in das eigene Mobil-OS.

Render-Bild des mit Android ausgestatteten Blackberry Venice (Bild: Evan Blass/@evleaks)
Render-Bild des mit Android ausgestatteten Blackberry Venice. (Bild: Evan Blass/@evleaks)

Die Öffnung für Android würde auch in die Strategie von BlackBerry-CEO John Chen passen, den Konzern verstärkt auf Software setzen zu lassen, um die Rückgänge in der schwachen Handysparte auszugleichen. Dienste wie BlackBerry Messenger (BBM), BlackBerry Blend und BlackBerry Meetings, die früher den eigenen Geräten vorbehalten waren, bietet das Unternehmen seit einiger Zeit erfolgreich auch für Android und andere Mobilplattformen an.

Außerdem kann BlackBerry angesichts von 1,1 Millionen verkauften Smartphones im ersten Quartal das Handygeschäft mit einer Erweiterung um ein Android-Gerät wohl kaum weiter schwächen. Ein Android-Slider könnte aufgrund der Bekanntheit des Betriebssystems dem Hersteller sogar zu neuen Kunden verhelfen und CEO John Chen seinem Ziel näher bringen, auch die Handysparte wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Ob Chen diesen Weg aber tatsächlich wählt, bleibt abzuwarten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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