iOS 9 bringt Home Sharing zurück

MobileMobile OS

Mit iOS 8.4 hat Apple die Funktion – auch bekannt als Privatfreigabe – entfernt. Sie ermöglicht es Nutzern, mit ihren iPhone per WLAN auf eine freigegebene iTunes-Mediathek zuzugreifen. Offenbar bringt der Konzern die Funktion aufgrund von Nutzerbeschwerden zurück.

Die Funktion Home Sharing – in Deutschland bekannt als Privatfreigabe – feiert mit iOS 9 seine Rückkehr. Das hat Apple-Manager Eddy Cue über Twitter bekanntgegeben. Der iPhone-Hersteller hatte mit iOS 8.4 ohne Vorankündigung die Unterstützung für die Privatfreigabe entfernt. Das Update des Mobilbetriebssystems veröffentlichte Apple vergangene Woche.

Nutzer können die Privatfreigabe verwenden, um per WLAN mit ihren iPhones und iPads auf ihre iTunes-Mediathek zuzugreifen. Nach dem Update auf iOS 8.4 kann die Funktion aber nur noch auf Apple TV sowie Macs und Windows-PCs mit iTunes genutzt werden.

Apple hat die Einschränkung von Home Sharing bislang nicht begründet. 9to5Mac glaubt, dass der Schritt mit dem Streaming-Dienst Apple Music zusammenhängt. Der Musik-Service ging vergangene Woche parallel zu iOS 8.4 an den Start. Der iPhone-Hersteller verfüge möglicherweise nicht über die Rechte, um über Apple Music erworbene Musik drahtlos in einem Heimnetzwerk zu verteilen.

Apple Logo (Bild: Apple)Auf der Worldwide Developers Conference hatte Apple iOS 9 erstmals vorgestellt. Es soll im Herbst veröffentlicht werden und mache iPhone, iPad und iPod Touch “intelligenter und proaktiver”. Das Unternehmen aus Cupertino will dafür die Suchfunktion sowie den Sprachassistenten Siri überarbeiten. Neue Multitasking-Funktionen fürs iPad sollen das Apple-Tablet zudem für Unternehmen attraktiver machen.

Das neue Mobilbetriebssystem soll aber auch Apps blockieren, die Informationen über andere installierte Anwendungen sammeln, um diese für Werbezwecke einzusetzen. Apple plant auch einen Stromsparmodus für iOS 9. Er drosselt die Systemleistung um bis zu 40 Prozent und verlängert so die Akkulaufzeit um bis zu drei Stunden.

Nach dem Start von Apple Music hatten sich Kunden beschwert, dass sie die Privatfreigabe nicht mehr nutzen konnten. Einige Anwender berichteten auch über Probleme mit ihrer iTunes-Bibliothek nach der Freischaltung der iCloud Music Library. Unter Umständen kann die neue Cloud-Bibliothek Metadaten mit falschen Inhalten überschreiben. Zudem versieht sie, falls der Nutzer kein iTunes-Match-Abonnement besitzt, alle Songs mit einem Kopierschutz.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen