Microsoft startet Power BI 2.0 am 24. Juli

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Der Cloud-basierte Dienst wertet Daten in Echtzeit aus und visualisiert sie. Power BI 2.0 ersetzt den aktuellen Dienst Power BI Office 365. Ein Abonnement für Nutzer der kostenlosen Basisausgabe ist dann nicht mehr nötig.

Microsoft hat angekündigt, dass “Power BI 2.0” ab dem 24. Juli allgemein verfügbar sein wird. Nutzer können mit dem Cloud-basierten Dienst Daten in Echtzeit auswerten und virtualisieren. Die Business-Intelligence-Lösung gab es bislang nur als Preview Version.

Mit Version 2.0 ersetzt der Softwarekonzern den aktuellen Dienst Power BI Office 365 – “Power BI 1.0”. Dieser lasse sich in einer Übergangsphase noch weiter verwenden, schreibt Microsoft in einem Blog. Auch Power BI Desktop (ehemals Power BI Designer) ist am 24. Juli als finale Version erhältlich.

Über Github bietet Microsoft das Visualisierungs-Framework sowie die Visuals von Power BI als Open-Source-Tool an. “Mit diesem Schritt tragen wir dem Wunsch vieler Kunden Rechnung, ihre individuellen Vorstellungen professionell umsetzen zu können”, sagt Hans Wieser, Business Lead Data Platform bei Microsoft Deutschland. “Das Framework bietet einfach verwendbare Standards etwa von Infodesign oder nach den Success-Empfehlungen von Professor Hichert an. Dabei geht es nicht nur um neue Formen und Farben, sondern vor allem um die individuelle Gestaltung von Dashboards und Reportings und damit um die freie Wahl der besten visuellen Darstellung.”

Aus Power BI Designer wird in Version 2.0 Power BI Desktop (Bild: Microsoft).
Aus Power BI Designer wird in Version 2.0 Power BI Desktop (Bild: Microsoft).

Auch eine native App, um auf Power BI von Googles Betriebssystem Android aus zuzugreifen, hat Microsoft veröffentlicht. Sie steht seit Freitag im Google Play Store zum Herunterladen bereit. Seit Dezember gibt es bereits einen entsprechenden Client für Apples iPad. Der Softwarekonzern hat zudem die Windows-App aktualisiert. Kunden können aber nach wie vor auch die alte Version herunterladen, wenn sie diese benötigen.

Neben Power BI gehören auch der als Preview verfügbare SQL Server 2016, Azure-Services wie HDInsight, Machine Learning oder Event Hubs zu Microsofts Portfolio für Business Intelligence. Power BI 2.0 ist in der Basisversion kostenlos und setzt kein Office-365-Abonnement voraus. Nutzer können entweder über die Mobilanwendungen oder direkt im Browser auf den Dienst zugreifen. Die Bezahlversion für 9,99 Dollar pro Nutzer und Monat bietet vor allem zusätzliche Kollaborationsfunktionen und bessere Datenaktualisierungsraten. Auf der Produktwebsite vergleicht Microsoft die kostenlosen und kostenpflichtigen Ausgaben.

45.000 Unternehmen und Organisationen in 180 Ländern haben Microsoft zufolge Power BI 2.0 während der Vorschauphase eingesetzt. Beispielsweise visualisiert Real Madrid mit Power BI sowie Power Maps Spiel- und Spielerdaten, um darauf basierend die eigene Spielstrategie zu verbessern.

Die Idee hinter dem neuen Service ist, Geschäftsanwender ohne den Umweg über Analysten oder andere Mittelsmänner in die Lage zu versetzen, von Business Intelligence und Analytics zu profitieren, wie James Phillips, Corporate Vice President von Microsofts Business Intelligence Product Group erklärt. “Es ist ein Echtzeitdienst und kein rückwärtsgewandtes historisches Ding.” Außerdem verfolge Microsoft damit einen Hybridansatz, so dass Nutzer auf Wunsch ihre Daten in ihrem eigenen Rechenzentrum belassen, aber dennoch in Verbindung mit Power BI auswerten können. Zugleich ließen sich verschieden Front-Ends einsetzen, darunter Apache Spark, das ebenfalls seit Ende letzter Woche als Public Preview für Azure HDInsight verfügbar ist.

Microsoft kontert damit auch Angebote von Spezialisten wie Tableau, die Analytics-Basis-Funktionen ebenfalls kostenlos anbieten.

 

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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