Flash Player: Adobe schließt Sicherheitslücken

SicherheitSicherheitsmanagement

Das Update auf Version 18.0.0.209 steht ab sofort für Windows und Mac OS X zum Herunterladen bereit. Mindestens zwei Zero-Day-Lücken schließt das Update. Mozilla blockiert das Flash-Plug-in 18.0.0.203 und früher in Firefox automatisch.

Adobe hat für Flash Player einen Notfall-Patch zur Verfügung gestellt. Dieser beseitigt mindestens zwei Zero-Day-Lücken. Entdeckt hatten sie FireEye und Trend Micro. Details und Beispielcode fanden sich dazu in den Unterlagen, die dem italienischen Spähsoftwareanbieter Hacking Team entwendet wurden.

Bislang ist nicht bekannt, ob Adobe mit dem Update auch weitere Schwachstellen schließt. Ein aktuelles Advisory liegt bisher nicht vor. Die beiden Zero-Day-Lücken nutzen Angreifer bereits aktiv aus. Sie können sie einsetzen, um Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Trend Micro hatte Nutzern sogar geraten, das Flash-Player-Plug-in in ihren Browsern bis zur Freigabe eines Patches zu deaktivieren.

Mozilla hat inzwischen das Flash-Plug-in bis einschließlich Version 18.0.0.203 blockiert. Nutzer können die neue Flash-Version 18.0.0.209 manuell über die Plug-in-Prüfseite von Firefox herunterladen. Sie steht aber auch auf Adobes Website für Windows (Internet Explorer, Firefox, Opera und Chromium-basierte Browser) und Mac OS X (Safari, Firefox, Opera und Chromium-basierte Browser) bereit.

Firefox stuft das Flash-Plug-in als Sicherheitsrisiko ein. (Screenshot: silicon.de)
Firefox stuft das Flash-Plug-in als Sicherheitsrisiko ein. (Screenshot: silicon.de)

Für Linux führt Adobe noch die unsichere Version 11.2.202.481 als aktuellste auf. Für Internet Explorer 10 und 11 unter Windows 8.x und Google Chrome gibt es bislang kein Update. Das Flash-Plug-in ist in beiden Browsern ab Werk integriert.

Neben Flash sind auch Java und Silverlight immer wieder von Sicherheitsproblemen betroffen. Nutzer sollten auf diese Plug-ins entweder komplett verzichten oder sie so konfigurieren, dass sie nicht automatisch Inhalte abspielen, sondern erst die Zustimmung des Anwenders einholen. Dieses als “Click-To-Play” bekannte Feature bieten unter anderen Firefox und Chrome.

Download:

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Browsern aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf ITespresso.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen