Reader und Acrobat: Adobe patcht 52 Schwachstellen

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Angreifer können sie ausnutzen, um Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Auch Denial-of-Service-Attacken sind möglich. In Shockwave Player stecken zwei weitere Sicherheitslücken, mit denen Cyberkriminelle die Kontrolle über ein System übernehmen können.

Adobe hat in den PDF-Anwendungen Reader und Acrobat sowie Shockwave Player insgesamt 54 Sicherheitslücken geschlossen. Das Unternehmen stuft diese als kritisch ein. Die Fehler stecken in Reader und Acrobat DC sowie Reader und Acrobat X und XI (10.x und 11.x) für Windows und Mac OS X sowie Shockwave Player 12.1.8.158 und früher für Windows und Mac OS X. Zuvor hatte Adobe einen Notfall-Patch für Flash Player veröffentlicht.

Allein in den Reader und Acrobat hat Adobe 52 Schwachstellen beseitigt. Davon sind drei Heap-Puffer-Überläufe, neun Speicherfehler, drei Integer-Überläufe sowie sieben Use-after-Free-Anfälligkeiten. Aller erlauben Angreifern, Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Mit neun weiteren Fehlern können sie Einschränkungen für das Ausführen von JavaScript-APIs umgehen. Aber auch Denial-of-Service-Angriffe können ausgeführt werden. Unter Umständen geben sie auch persönliche Informationen heraus.

Nutzern sollten auf die neuen Versionen 11.0.12 und 10.1.15 von Reader und Acrobat XI und X für Windows und Mac OS X aktualisieren. Im Continuous Track steht Adobe Reader und Acrobat DC in der Version 2015.008.20082 und im Classic Track in der Version 2015.006.30060 bereit.

Logo Adobe. (Bild: Adobe)

Die neue Version des Shockwave Player behebt zwei Speicherfehler. Angreifer können sie nutzen, um die Kontrolle über ein betroffenes System zu übernehmen. Die fehlerbereinigte Version 12.1.9.159 kann im Shockwave Player Download Center heruntergeladen werden. Auch hier rät Adobe, so schnell wie möglich das verfügbare Update einzuspielen.

Zu dem gestern bereitgestellten Notfall-Patch für Flash Player hat Adobe inzwischen auch ein Security Bulletin nachgereicht. Demnach schließt das Update tatsächlich nur die beiden von Trend Micro und FireEye entdeckten Zero-Day-Lücken, die in Unterlagen beschrieben werden, die dem italienischen Spähsoftwareanbieter Hacking Team entwendet wurden. Das noch fehlende Update für Flash Player 11.2.202.481 für Linux will Adobe noch in dieser Woche nachreichen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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