Windows XP: Microsoft stoppt Antiviren-Updates

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Noch immer sind knapp 12 Prozent aller PCs mit Windows XP ausgerüstet. Nach dem Support-Ende im April 2014 zieht Redmond nun auch beim Virenschutz den Stecker.

Windows XP wird immer unsicherer. Seit dem 14. Juli bietet Microsoft das Security Essential Package nicht mehr für Windows XP an. Damit haben Nutzer, die dieses grundlegenden Sicherheitstool auf XP verwendeten, keinen Malware-Schutz mehr von Microsoft. Nachdem Microsoft den Support für XP bereits am 8. April 2014 beendete, steht ab sofort auch das Malicious Software Removal Tool nicht mehr zur Verfügung.

Microsoft hatte nach dem Support-Ende von XP diese beiden Sicherheitslösungen noch bis zum 14. Juli 2015 angeboten. Doch schon damals hatte Microsoft erklärt, dass diese beiden Produkte nur bedingt Schutz für PCs bieten, die nicht über die aktuellen Sicherheitsupdates verfügen.

Für Microsoft ist das eine gute Gelegenheit, die Nutzer dazu zu ermahnen, eine neuere Version des Betriebssystems zu verwenden: “Wir empfehlen dringend, dass Sie so schnell wie möglich auf ein unterstütztes Betriebssytsem wechseln und dadurch regelmäßig Sicherheitsupdates beziehen können, die dabei helfen, Ihren Rechner vor bösartigen Attacken zu schützen.”

Ebenfalls mit dem 14. Juli 2015 beendete Microsoft auch den Support für Windows Server 2003, dem Small Business Server und dem IIS 6.0 Webserver. Eine Untersuchung von dem Sicherheits-Asset-Spezialisten RiskIQ zeigte, dass dieser Webserver noch bei 22 der 30 größte DAX-Unternehmen aktiv ist und teilweise auch für den Betrieb von Unternehmenswebseiten genutzt wird.

Windows XP

Die höchste Verbreitung von XP soll es derzeit noch in Ägypten und Pakistan geben. Doch auch bei deutschen Behörden wie etwa der Bundestag oder der Stadtverwaltung von Berlin sollen noch tausende XP-Rechner in Betrieb sein.

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