Oracles In-Memory-Datenbank für SAP zertifiziert

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Nun können SAP-Anwender auch auf einer Oracle-Datenbank In-Memory-Technologie nutzen. Für bestehende Anwender sicherlich ein wichtiger Schritt.

Oracle gibt die Zertifizierung von Oracle Database In-Memory durch SAP bekannt. Diese gilt für die Nutzung von SAP-Lösungen, die auf der Technologieplattform SAP NetWeaver 7.x basieren. Nun können SAP-Anwender auch die In-Memory-Funktionen von Oracle-Datenbanken einsetzen.

Kunden können SAP-Anwendungen zusammen mit Oracle Database In-Memory nutzen, um ihre Datenanalysen in Echtzeit auf ihren bestehenden Plattformen durchzuführen. SAP hatte in diesem Jahr bereits die Oracle-Produkte Oracle Database 12c, Oracle Exadata Database Machine X5-2 und Oracle Exalogic Elastic Cloud X5-2 für den Einsatz mit SAP zertifiziert.

Oracle 12c, 12.1c, Database, in Memory; in-Memory, SAP HANA, Exalytics.

Oracle bietet die In-Memory-Option seit etwa einem Jahr an. Diese Funktion implementiert eine Dual-Format Architektur, die schnelle Analytic-Funktionen und hoch performante OLTP bietet. Diese Option lasse sich schnell und Änderungen an den Anwendungen installieren, verspricht Oracle.

Auch wenn sich Oracle und SAP in vielen Bereichen einen erbitterten Konkurrenzkampf liefern, sind derzeit nach wie vor die meisten SAP-Anwender auch Oracle-Kunden. Daher ist die Kompatibilität der Unternehmenslösungen von SAP mit den verbreiteten Oracle-Datenbanken ein wichtiger Schritt.

Dennoch versucht SAP mit SAP HANA, Oracle auch im Bereich Datenbanken anzugreifen. SAP liefert die Business Suite on HANA und seit einige Monaten auch die S/4HANA, die Business-Suite vollständig auf der HANA-Plattform basierend, aus. Theoretisch könnte SAP auch für S/4HANA andere Datenbanken zertifizieren. Doch wie es von SAP heißt, sei derzeit kein Produkt am Markt vorhanden, das den Anforderungen entspreche. Experten wie der Gartner-Analyst Alex Drobik allerdings sehen es als unwahrscheinlich an, dass sich die Datenbank, auf der die Suite aufsetzt, so einfach gegen eine andere wird austauschen lassen, wie er im Gespräch mit silicon.de erklärte. Daher steigt für SAP-Anwender durch den Einsatz von HANA auch die Bindung an den Hersteller.

SAP-Anwender, die aber ohnehin eine Oracle-Datenbank nutzen, und das dürfte wohl auf einen Großteil der Anwender zutreffen, bekommen durch die neue Zertifizierung aber eine weitere, und relativ einfach einzusetzende Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit ihrer Systeme zu steigern.

“Lion Corporations unternehmenskritisches Financial Management-System betreibt SAP-Anwendungen auf der Basis von Oracle-Datenbanken und das ist eine solide Lösung, mit der wir unsere Abläufe effizienter machen konnten”, erklärt Masatoshi Utsunomiya, Director bei der Lion Corporation. “Mit der Zertifizierung der Oracle Database In-Memory durch SAP, können wir über Realt-Time-Geschwindigkeit und Anwendungs-Transparenz in Oracles In-Memory einem Echtzeitunternehmen noch näher kommen.”

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