Informatica wird mit Hilfe von Microsoft und Salesforce privat

Big DataData & Storage

5,3 Milliarden Dollar bringt der Datenintegrations-Spezialist Informatica auf, um sich selbst von der Börse zurück zu kaufen.

Informatica hat die Privatisierung des Unternehmens abgeschlossen. Damit endet auch der Handel mit Informatica-Aktien. Gleichzeitig gibt das Unternehmen, das sich auf das Mangement und die Integration von Daten spezialisiert hat, bekannt, dass Salesforce Ventures und Microsoft sich an diesem Schritt finanziell beteiligen.

Das neue Informatica wird künftig von den Fonds Permira und dem Canada Pension Plan Investment Board kontrolliert. Permira hat sich bereits Teamviewer gesichert und soll auch die Sparte Ebay Enterprise für 900 Millionen Dollar übernommen haben. Daneben sichern sich Salesforce und Microsoft ein strategisches Investment, allerdings wird nicht bekannt, in welcher Höhe diese Beteiligungen liegen. Die Investoren bezahlen 48,75 Dollar pro Aktie oder insgesamt 5,3 Milliarden Dollar.

Mit dem Wechsel der Rechtsform geht auch eine Veränderung im Management einher. Der aktuelle CEO Sohaib Abbasi wird zum Chairman of the Board und Anil Chakravarthy, bislang Chief Product Officer. Daneben stößt auch Bruce Chizen, ehamals CEO von Adobe zum Board.

Mit dieser Roadmap will Informatica zum Marktführer bei "All-Things-Data" werden. (Bild: Informatica)
Mit dieser Roadmap will Informatica zum Marktführer bei “All-Things-Data” werden. (Bild: Informatica)

Abbasi erklärt auch, dass man Informatica nun “in Jahren und nicht Quartalen” messen könne.

Zudem bekommt das Unternehmen nun mehr Zeit und finanziellen Spielraum, um Forschung und Entwicklung sowie die Produkt-Roadmap zu entwickeln. Damit will das Unternehmen nun “zum Multi-Milliarden-Dollar-Marktführer bei All-Things-Data” werden.

Nachdem Informatica seine Cloud-Services über Amazon Web Servcies ausliefert, warum investieren dann Microsoft und Salesforce in dieses Unternehmen? Auch die beiden genannten Anbieter unterhalten strategische Partnerschaften mit Informatica. Doch auch wenn das Unternehmen nun mehr Spielraum und einen neuen CEO hat, bleibt die strategische Ausrichtung in technologischer Sicht mehr oder weniger gleich. So werde sich das Unternehmen auch weiterhin auf Cloud-Integration, Big-Data-Integration, Daten-Sicherheit und Master-Data-Management konzentrieren. Die Umsätze will Informatica künftig vermehrt auf Abonnements und Service-Verträge ummünzen.

(Bild: Informatica)
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