Intels Xeon kommt ins Laptop

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Die Xeon-Familie ist eigentlich im Server und in anspruchsvollen Workstations zu Hause. Jetzt soll die High-End-CPU mit speziellen Features aber auch Laptops antreiben können.

Intel stellt eine neue Version des Intel Xeon-Prozessors vor. Mit dem E3-1500M v5 lassen sich die Vorteile des Xeon auch in einem Notebook nutzen. Der Xeon für den Einsatz in Workstations richtet sich an Ingenieure, Architekten oder Kreative, die neben hoher Leistung auch eine hohe Bandbreite, Storage, Memory, Grafik-Komponenten und vor allem auch eine hohe Ausfallsicherheit brauchen.

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Dank der neuen Version können Hersteller jetzt auch diese Leistungsfähigkeit in Geräten anbieten, die noch immer leicht genug sind, um sie zu transportieren. Die neue Version basiert auf der Micro-Architektur Skylake und unterstützt damit Error-Correcting-Memory und sorgt mit Intel V-Pro 3 auch für weitere Funktionen für das Remote Management. Mit der Korrektions-Funktion kann die CPU automatisch Fehler aufspüren und ausbügeln, die ansonsten Daten schädigen oder System-Abstürze verursachen.

Darüber hinaus liefert die neue CPU auch neue Features wie etwa Schnittstellen für Thunderbolt 3, USB C und unter anderem auch für 4K Displays von einem Port aus.

Derzeit hält sich Intel mit Details für den neuen E3-1500M noch zurück. Mehr Informationen soll es, wie der Hersteller in einem Blog mitteilt, zusammen mit neuen Details zur Generation 6 der Skylake-basierten Core-Architektur geben.

Intel geht diesen Schritt nicht zufällig. Wie es in einer Marktbeobachtung von IDC heißt, ist es derzeit vor allem der Markt für mobile Workstations, der entgegen dem allgemeinen Trend im PC-Markt- noch im Wachsen begriffen ist. Die Analysten führen dieses Wachstum vor allem darauf zurück, dass immer mehr Kreative und Ingenieure immer häufiger anspruchsvolle Videos oder Anwendungen nutzen und daher der Bedarf an mobilen Arbeitsgeräten ständig wächst.

Vergangene Woche hatte Intel auch zwei neue Gaming-CPUs der sechsten Generation der Core-i-Prozessoren und damit auch die ersten Prozessoren auf Basis von Skylake vorgestellt. Die Modelle Core i7-6700K und i5-6600K sind in Deutschland ab etwa 360 beziehungsweise 250 Euro zu haben.

Das High-End-Modell Core i7-6700K hat eine Taktfrequenz von 4 GHz, die im Turbo-Modus auf 4,2 GHz ansteigt, und 8 MByte Cache. Dank Hyper-Threading verarbeitet der Vierkern-Chip bis zu 8 Threads parallel. Der kleinere Bruder Core i5-6600K rechnet ebenfalls mit vier Kernen, sie sind aber nur bis zu 3,5 GHz schnell – im Turbo-Modus bis zu 3,9 GHz. Statt 8 verbaut Intel nur 6 MByte Cache, außerdem fehlt beim i5 das Hyper-Threading.

Beide Prozessoren kommen mit Intels Grafikeinheit HD Graphics 530 und unterstützen bis zu 64 GByte DDR4-RAM. Die neue integrierte Grafiklösung soll bis zu 41 Prozent mehr Leistung bieten als ihr Vorgänger. Sie unterstützt Displays mit einer Auflösung von bis zu 4096 mal 2304 Bildpunkten sowie die Video-Codecs HEVC, VP8 und VP9. Wird das Overclocking aktiviert, erlaubt der Prozessor zudem die freie Anpassung des Bus Clock (BCLK), was eine präzisere Kontrolle über die Leistungssteigerung erlauben soll.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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