Smart Meter: Unternehmen müssen bis zu 200 Euro zahlen

PolitikRegulierung

Private Haushalte kosten die intelligenten Stromzähler bis zu 100 Euro. Das geht aus einem Arbeitsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums. Dabei seien die Einsparungen nur sehr gering. Die Kosten für Smart Meter sollen aber nicht aus dem Ruder laufen.

In Deutschland sollen in Zukunft Smart Meter den Stromverbrauch messen. Allerdings ist die geplante Einführung der intelligenten Stromzähler mit Kosten für private Haushalte und Unternehmen verbunden. Letztere müssen bis zu 200 Euro bezahlen. Privatpersonen kosten die Geräte bis zu 100 Euro. Das berichtet die Frankfurter Rundschau.

Mit der geplanten Einführung der Smart Meter sollen Verbraucher und Wirtschaft mehr Energie sparen oder Strom günstiger erhalten. Auf lange Sicht gesehen sollen Kunden auf diese Weise Geld sparen können.

In einem Arbeitsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums, das der Dpa laut Frankfurter Rundschau vorliegt, heißt es, dass ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden Strom im Jahr maximal rund 15 Euro sparen kann. Damit würde sich der intelligente Stromzähler erst in rund 6,5 Jahren rechnen.

Stromleitungen (Bild: Peter Marwan)Zudem sieht das Papier vor, dass die Installation von Smart Meter bis zu einer Grenze von 6000 Kilowattstunden Verbrauch optional ist. Die Entscheidung liegt bei den Netzbetreibern. Unternehmen und größere Haushalte, die über die Grenze kommen, müssen die neuen Messsysteme installieren. Dies gilt auch für Ökostromanlagen mit einer Leistung von mehr als sieben Kilowatt.

Damit die Einführung für Verbraucher nicht zu teuer wird, will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Kosten beschränken. “Es darf keinen Rollout um jeden Preis geben”, heißt es im Entwurf. Demnach soll für kleine Haushalte der Einbau zwischen 23 und 60 Euro liegen. Großverbraucher müssten 100 Euro oder mehr bezahlen.

Die Grünen kritisieren die neuen Stromzähler. Der Dpa zufolge sieht ihr Fraktionsvize Oliver Krischer Probleme beim Datenschutz. Die Bundesregierung will dafür im zuständigen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 30 weitere Stellen schaffen.

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