Intel führt Skylake-Serien Y, U, H und S ein

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Core-m-CPUs für Tablets und Convertibles sind in der Y-Reihe zu finden. Intel garantiert diesbezüglich die doppelte Leistung im Vergleich zum iPad Air 2 und gleichzeitig bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit. Ihm zufolge ist Windows 10 für Skylake optimiert. Die vor Kurzem angekündigten Xeon-Prozessoren für mobile Workstations finden sich in der Reihe H.

Intel hat nun offiziell die sechste Generation seiner Core-CPUs präsentiert. Das Unternehmen deckt mit den vier Serien Y, U, H und S ein breites Spektrum an Geräten ab. Dieses reicht vom PC im USB-Stick-Format über Tablets und Convertibles bis hin zur mobilen Workstation.

Die Reihe Y ist konkret für 2-in-1-Geräte konzipiert, die sowohl als Tablet als auch als Notebook eingesetzt werden können, aber auch für reine Tablets und Compute Sticks, wie Intel sein USB-Stick-Rechnerformat bezeichnet. Dünne und leichte Notebooks empfiehlt Intel mit Core-Prozessoren der U-Reihe auszustatten. Für Spiele-Notebooks und das Wachstumssegment mobile Workstations ist die H-Serie geeignet, während die S-Serie für Desktops inklusive All-in-One-Systemen und auch Mini-PCs infrage kommt.

intel-skylake-bester-prozessor (Bild: Intel)
Selbstverständlich wird Skylake als Intels bislang bester Prozessor beworben (Bild: Intel).

Die Reihe Y ist aus dem Core-M-Prozessor entstanden, der unter anderem im 12-Zoll-Macbook von Apple und dem Asus Transformer Book Chi T300 zum Einsatz kam. Die Y-Serie unterteilt sich nun wiederum in drei Kategorien – Core m3, m5 sowie m7 – und gilt analog zu den bereits länger gebräuchlichen Fachbegriffen Core i3, i5 und i7 für Desktop- und Notebook-Chips. Sie unterscheiden sich nicht nur nach dem Prozessortakt, sondern auch nach der maximalen Taktfrequenz der integrierten Grafikeinheit Intel HD 515, wie Hothardware aufgefallen ist. Alle drei Reihen kommen zwar mit einem Grundtakt von 300 MHz, das Maximum beläuft sich aber beim m3 auf 850 MHz, beim m5 auf 900 MHz sowie beim m7 auf 1 GHz.

Intel verspricht für Tablets mit Core-m-Prozessoren die doppelte Leistung eines iPad Air 2, das mit Apples ARM-basiertem Chip A8X ausgeliefert wird. Im Vergleich zu Intels eigenen Vorjahresmodellen wurde die Leistung um bis zu 40 Prozent erhöht. Mit einer Akkuladung sollen bis zu 10 Stunden Dauerbetrieb möglich sein. Für alle neuen Core-m-Chips spezifiziert Intel eine Thermal Design Power (TDP) von 4,5 Watt, bei geringen Arbeitslasten kann die jedoch auf 3,5 Watt sinken und im Hochleistungsmodus auf 7 Watt steigen.

intel-core-m-chips (Bild: Intel)
Übersicht Core-m-Prozessoren der Y-Reihe (Bild: Intel)

Die U-Reihe führt Intel mit seinen Grafiklösungen HD 520 oder HD 540 zusammen. Die meisten Modelle sind mit 15 Watt TDP spezifiziert, es gibt aber auch vier besonders leistungsstarke Modelle mit 28 Watt – vom 2,7 GHz schnellen Core i3-6167U bis zum Core i7-6567U. Diese vier beinhalten die Iris Graphics 550 und unterstützen sogar DDR4-Speicher.

Die meisten Modelle der Reihe H liefern bis zu 45 Watt TDP und integrieren die Intel-GPU HD 530. Zusätzlich sind in der Reihe zwei 45-Watt-Xeon-Prozessoren enthalten, die DDR4-RAM unterstützen und die Intel HD Graphics P530 mitbringen. Als Hochleistungsmodelle sind sie auch entsprechend teuer, mit einem Listenpreis von 434 Dollar für den E3-1505M v5 und 623 Dollar für den E3-1535M v5 bei Abnahme von 1000 Stück. Lenovo hat schon Notebooks mit diesen CPUs angekündigt.

Intel rühmt die Skylake-CPUs als seine besten Prozessoren aller Zeiten – was selbstredend alljährlich auf seine neuen Produktreihen zutrifft. Insbesondere Windows 10 sei auf die 14-Nanometer-Chips zugeschnitten. Besondere Hoffnungen auf hohe Absatzzahlen macht sich das Unternehmen, da nach seinen Statistiken heutzutage über 600 Millionen Computer – Desktops, Notebooks und Tablets – noch genutzt werden, die fünf Jahre alt oder älter sind. Im Schnitt könne man gegenüber diesen Geräten zweieinhalbmal mehr Leistung, dreifache Akkulaufzeit sowie 30-mal bessere Grafik offerieren. Gleichzeitig könnten Skylake-Geräte halb so dick und halb so schwer gestaltet werden.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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