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Samsung will knapp 10.000 Mitarbeiter entlassen

Samsung Galaxy Edge. (Bild: Samsung)
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Am Firmenhauptsitz will Samsung laut Medienberichten etwa 10 Prozent der Belegschaft entlassen. Durch die Restrukturierung will der Konzern künftig Kosten einsparen.

Samsung soll einen großflächigen Stellenabbau am Unternehmenshauptsitz planen. Das berichtet ein eine koreanische Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen und der Nachrichtendienst Bloomberg. Der weltweit größte Smartphone-Hersteller soll sich durch diesen Schritt besser gegen die Konkurrenz von chinesischen Billig-Herstellern und natürlich gegen Apple aufstellen können.

Wie die Korea Economic Daily berichtet, sollen vor allem in den Bereichen Human Resources, Finance und Public Relation Stellen wegfallen. Zudem seien weitere Kosteneinsparungen in Höhe von 50 Prozent geplant, so der Bericht weiter. Bislang liege von Samsung noch keine Stellungnahme zu dem Bericht vor. Insgesamt solle am Hauptsitz in Suwon, wo im Sommer rund 99000 Mitarbeiter beschäftigt waren, etwa 10 Prozent der Belegschaft abgebaut werden.

Die Digital City bildet das Hauptquartier von Samsung in Suwon in Südkorea. (Bild: Samsung)
Die Digital City bildet das Hauptquartier von Samsung in Suwon in Südkorea. Für Kosteneinsparungen will der Konzern jetzt Mitarbeiter entlassen. (Bild: Samsung)

Dass der Markt für Smartphones und mobile Geräte und Infrastruktur immer mehr unter Druck gerät bekommt inzwischen auch der Weltmarktführer Samsung zu spüren. So konnten auch die beiden hochwertigen neuen Galaxy-Modelle S6 und S6 Edge von Samsung nicht so viele Käufer mobilisieren, wie erhofft und die Absatzzahlen sanken im zurückliegenden zweiten Geschäftsquartal Samsungs um etwa 3 Prozent. Damit könnte Samsung, das im vergangenen Geschäftsjahr rund 171 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftete, leicht zurückgehen. Das schwierige Umfeld hat aber auch für einen rückläufigen Aktienkurs gesorgt. Der Wert des südkoreanischen Unternehmens an der Börse ging in den vergangenen Wochen und Monaten um rund 40 Milliarden Dollar zurück.

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Laut Korea Economic Daily scheint dieses Restrukturierungsprogramm auch damit zusammenzuhängen, dass die Regierung Koreas das Renteneintrittsalter ab 2016 auf 60 Jahren angehoben hat.

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Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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