Munich Re setzt bei Big Data auf SAS

Big DataData & Storage

Über unterschiedliche Unternehmensbereiche hinweg soll nun eine einheitliche Big-Data-Plattform neue Analysen, Simulationen und Prognosen bei dem Rückversicherer ermöglichen.

Munich Re geht bei der Big-Data-Strategie neue Wege und versucht diese auf eine einheitliche Plattform zu stellen. Dafür hat sich das Rückversicherer jetzt für die Lösungen von SAS Institute entschieden. Eine globale Big-Data-Analytics-Plattform wird dabei die unterschiedlichsten Geschäftsbereiche und Fachabteilungen für Analysen, Prognosen, Simulationen und Mustererkennung unterstützen.

Auf Basis der SAS Analytics Plattform sowie Big Data Analytics können die Mitarbeiter des Versicherungskonzerns weltweit auf die Plattform zugreifen und für die Analyse unterschiedliche externe und interne Daten auswerten. Mit Hilfe von In-Memory-Technologie lassen sich damit auch extrem große Datenmengen interaktiv auf bis dahin unbekannte Zusammenhänge hin analysieren.

Die In-Database-Verarbeitung ermöglicht die Ausführung von in der Plattform entwickelten und verwalteten Datenmodelle direkt in der Datenbank. Analysen seien laut Hersteller damit direkt in SAP HANA oder Hadoop möglich. Letzteres ermöglicht beispielsweise die Analyse großer, unstrukturierter Textdatenbestände.

Mit Hilfe dieser Technologien kann der Konzern beispielsweise die inhaltliche Erfassung und Analyse von komplexen Vertragstexten und Schadenmeldungen automatisieren. So könne der Rückversicherer unter anderem schneller neue Kundenangebote erstellen.

SAS Visual Analytics ist jetzt mit dem vollen Funktionsumfang auch als Cloud-Lösung verfügbar. (Bild: SAS)
SAS Visual Analytics in der Cloud-Version. (Bild: SAS)

“Der wichtigste Erfolgsfaktor unserer Data-Analytics-Aktivitäten ist ein spürbarer Mehrwert für unsere Kunden”, versichert Munich Re Rückversicherungs-CEO Torsten Jeworrek. “Mit den neuen technologischen Möglichkeiten erweitern wir weltweit unsere Fähigkeiten deutlich, Kundendaten mit unseren eigenen Erkenntnissen und unserer Expertise zu verknüpfen.”

Thomas Blunck, Mitglied des Vorstands bei Munich Re, erklärte an anderer Stelle: “Unser Umfeld verändert sich rapide. Wir setzen auf Partner und Kooperationsmodelle, die unsere Expertise ergänzen.” Und so arbeite das Versicherungsunternehmen unter anderem für die Deckungen von Cyberrisiken auch verstärkt mit mit großen IT-Anbietern wichtig.

Munich Re ist einer der größten Versicherungsunternehmen weltweit. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die Gruppe unter der die Bereiche Erst- und Rückversicherung kombiniert sind, einen Gewinn in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Die Beitragseinnahmen beliefen sich auf über 48 Milliarden Euro, davon entfallen etwa 27 Milliarden Euro auf den Bereich Rückversicherung. Ein weiterer großer Umsatzposten von 18 Milliarden Euro stammt aus der ERGO Versicherungsgruppe.

 

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