Server-Ausfall legt Telekom-Smarthomes lahm

Green-ITInnovation

Alarmanlagen, Heizungen und andere Steuerungen aus dem QIVICON-Portfolio können lassen sich nicht mehr steuern.

QIVICON, ein Anbieter von Smart-Home-Lösungen kämpft derzeit mit Problemen im Rechenzentren. Nachdem nach einigen Stunden erste Services wieder anlaufen, scheinen doch zahlreiche Anwender der Infrastruktur der Telekom-Tochter ihre Installationen nicht mehr nutzen zu können.

Von dem Fehler waren oder sind, wie QIVICON mitteilt, die Internetseite qivicon.com, die Remote-Apps und das Login sowie der Zugriff auf Mein QIVICON betroffen.

Das Unternehmen teilt auch mit, dass die “Funktion von lokal gespeicherten Regeln / Situationen hier von nicht beeinträchtigt ist”. Dem widersprechen jedoch Nutzer im Forum. Im Forum gibt es Berichte, dass Alarmanlagen sich nicht entsperren lassen oder auch dass Heizungsanlagen nicht zu steuern sind. Statt dessen blinke eine LED, die für Service steht.

Ein Server-Ausfall bei QIVICON legt in Deutschland Smart Homes lahm. (Quelle: QIVICON)
Ein Server-Ausfall bei QIVICON legt in Deutschland Smart Homes lahm. (Quelle: QIVICON)

Seit etwa Mittag sollen erste Backend Prozesse wieder in einen stabilen Zustand kommen. Seit 12.52 soll die Web-Seite www.qivicon.com wieder erreichbar sein.

Nach wie vor sei es jedoch nicht möglich, dass sich die Qivicon Homebases mit dem Backend verbinden. Wie das Unternehmen mitteilt, werde so lange auch die Anmeldung über Mein Qivicon deaktiviert sein.

In einem Foreneintrag rät das Unternehmen, die so genannten Home-bases mit 15 Sekunden Wartezeit neu zu starten. Dann sollten auch die lokalen Einstellungen wieder auftauchen. Auch dieser Ratschlag scheint nicht bei allen Nutzern den gewünschten Effekt zu haben. Es wird berichtet, dass anschließend sämtliche Einstellungen und Situationen gelöscht wurden. Auch könnten sich dann weitere Komponenten nicht mehr mit der Home-Base verbinden können.

Zu Jahresbeginn hatte Fraunhofer ESK in einem Positionspapier vor den Gefahren solcher Installationen gewarnt. Die Experten machen deutlich, dass speziell im Fall von Smart Home die Kontrolle stets in Händen der Nutzer liegen müsse.

 

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