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IBM startet Beratungseinheit für Watson

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Mit einem neuen Beratungsangebot, das IBM in den nächsten Monaten noch kräftig ausgebaut werden soll, will Big Blue Unternehmen bei der Umsetzung von Geschäftsmodellen helfen, die auf kognitiven Technologien basieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Mit den IBM Cognitive Business Solutions macht das Unternehmen einen weiteren Schritt für die Kommerzialisierung der Analytics-Lösung Watson. Mit der neuen Einheit will IBM Unternehmen helfen, über die KI-Werkzeuge, Mehrwert zu generieren. Wie IBM mitteilt, stehen derzeit mehr als 2000 Beratungsexperten bereit. IBM versammelt hier Spezialisten für Maschinenlernen, Advanced Analytics, Data Science und Entwicklung. Um die Entwicklung bei Unternehmen weiter zu begleiten, greifen auch Spezialisten für Change Management sowie für einzelne Branchen mit die Projekte mit ein.

Damit Unternehmen einen Business-Prozess oder ein Geschäftsmodell rund um die Cognitive Watson-Lösung aufbauen können, dürfte umfangreiches Expertenwissen gefragt sein. Die Möglichkeiten, die IBM mit Watson bietet sind vielseitig. Sie reichen von Maschinenlernen, über Analytics, Mustererkennung bis hin zum Erkennen natürlicher Sprache. Daher sind auch die Einsatzbereiche breit gefächert. Von Versicherungen, über den Einzelhandel bis hin zu medizinischen Anwendungen reichen laut IBM die Möglichkeiten. Und erste Anwender arbeiten bereits produktiv mit der Lösung.

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IBM liefert das Beispiel eines großen Händlers, der mithilfe der kognitiven Lösung von IBM eine Anwendung entwickelt hat, die Kundendaten im Kontext anderer Informationen verarbeitet. So wird etwa das Kaufverhalten in Korrelation mit Wetter-Informationen und Trends und Sprachauswertung in sozialen Medien gesetzt. Damit kann der Retailer in Echtzeit Abweichungen bei der Nachfrage nach bestimmten Produkten vorhersehen und mit Preisanpassungen oder Nachbestellungen reagieren.

“Unsere Arbeit mit Kunden aus verschiedenen Branchen zeigt, dass das Cognitive Computing der Weg für künftige Möglichkeiten für Unternehmen aufzeigt”, so Bridget van Karlingen, Senior Vice President IBM Global Business Services. “Unternehmen wissen, dass sie bereits mehr Daten sammeln und auswerten als je zuvor, dass aber noch immer 80 Prozent all dieser verfügbaren Daten – etwa in Form von Bildern, Sprache, Literatur, chemischen Formeln oder sozialen Phänomenen – außerhalb der Reichweite von traditionellen Computing-Systemen liegen.” IBM wolle nun diese Lücke schließen.

Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass bis 2018 die Hälfte aller Endverbraucher regelmäßig mit Services zu haben werden, die auf Cognitive Computing basieren. Parallel dazu hat auch IBM eine Studie unter 5000-C-Level-Entscheidern durchgeführt. Das IBM Institute for Business Value (IBV) will dabei herausgefunden haben, dass vor allem besonders erfolgreiche Unternehmen sich mit Cognitive Computing auseinandersetzen.

Es zeige sich auch, dass stand heute viele Verantwortliche etwa in der Versicherungsbranche mit der Korrektheit ihrer Daten nicht zufrieden sind. 65 Prozent wollen zudem ihre Business-Modelle verbessern und nahezu alle Vertreter dieser Branche wollen dabei auf kognitive Technologien setzen.

Im Einzelhandel ergebe sich ein ähnliches Bild, hier seien es laut IBV rund 60 Prozent, die mit ihrer Datenauswertung nicht zufrieden sind und hier wollen 95 Prozent der Unternehmen in kognitive Lösungen in den nächsten fünf Jahren investieren. Bei Healthcare wollen ebenfalls über 90 Prozent der Verantwortlichen künftigen Personalmangel mit entsprechenden IT-Lösungen vorbeugen. Und der Mangel an Expertise für kognitive Lösungen sei es auch, der derzeit die meisten Unternehmen davon abhält, kognitive Lösungen einzuführen.

Und hier sieht IBM offenbar auch einen Markt für neue Beratungsleistungen. Die IBM-Berater bieten Start-Angebote und Assessments für einen möglichen Einsatz. Zudem sollen die Experten kostengünstige Einstiegspunkte für Unternehmen ausmachen.

Weitere Beispiel für den Einsatz von Watson liefert IBM mit einem Versicherer, der über Watson die Fragen der Endverbraucher beantwortet und den potentiellen Kunden über verschieden Kanäle auch Produkte vorstellt. Ein weiteres Projekt ist eine Forschungsinstitution, die über Muster in DNA-Analysen die Vorsorge für Krebspatienten verbessern will. Auch bei der Analyse von Röntgenbildern kann Watson einen Beitrag leisten. Im Investment Banking soll Watson Risiken künftig genauer vorhersagen können.

IBM werde beginnend mit diesem Herbst weitere 25000 Berater und Experten für Cognitive Computing ausbilden. Hinzu kommen Kooperationen etwa mit Twitter, Apple, Facebook oder The Weather Channel, um hier neue Erkenntnisse aus Datenquellen zu ermöglichen. Zudem bietet IBM ein Beratungszentrum sowie verschiedene Entwicklerwerkzeuge für die KI-Lösung. Anwendungen kommen auch über Partner in den Markt.

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Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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