Surface Book – Microsoft wird zum Laptop-Hersteller

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Dass Microsoft mit dem Surface Book an einem neuen Laptop-Konzept arbeitet, kommt ziemlich überraschend. Es ist nicht nur Microsofts erster Computer, sondern auch ein weiterer Hybrid, der allerdings hohe Grafikleistung und lange Akkulaufzeit in einem Gerät realisiert.

Es ist der erste echte PC, der aus dem Hause Microsoft kommt. Neben dem Surface Pro 4 und einem weiteren Lumia-Modell liefert Microsoft auch eine vielversprechende Mischung aus Leistung und Akkulaufzeit. Das Laptop Surface Book kommt mit einem 13,5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 3000 mal 2000 Bildpunkten, was einer Pixeldichte von 267 ppi entspricht. In den USA kann es ab sofort zu Preisen ab 1499 Dollar vorbestellt werden.

Microsoft steigt mit dem Sufrace Book in den PC-Markt ein. (Bild: Microsoft)
Microsoft steigt mit dem Sufrace Book in den PC-Markt ein. (Bild: Microsoft)

Das Display kann von der Tastatur gelöst und als Tablet genutzt werden. Es kann aber auch um 180 Grad umgeklappt werden, was im Tabletmodus die Nutzung der in der “Tastatur” integrierten Nvidia-Grafik-Hardware erlaubt, die in den teureren Konfigurationen ab 1899 Dollar verbaut ist. Wer aber das Laptop ohne aufwändige Grafik-Anwendungen oder Spiele nutzen will und dafür länger an einem Word-Dokument arbeiten will, kann das dann im Tablet-Modus tun.

Bei Abmessungen und Gewicht liegt das Surface Book etwa gleich auf mit Apples MacBook Air. Laut Microsoft soll das Surface Book etwa doppelt so leistungsfähig sein. (Bild: Microsoft)
Bei Abmessungen und Gewicht liegt das Surface Book etwa gleich auf mit Apples MacBook Air. Laut Microsoft soll das Surface Book etwa doppelt so leistungsfähig sein. (Bild: Microsoft)

Das Gehäuse des Surface Book fertigt Microsoft aus Magnesium. Das 232 mal 312 Millimeter große Gerät ist zwischen 13 und 22,9 Millimeter dick und wiegt 1576 Gramm. Angetrieben wird es von Intel Core-i5- und Core-i7-Prozessoren der sechsten Generation (Skylake), denen wahlweise 8 oder 16 GByte RAM zur Seite stehen. Die integrierte Grafiklösung Intel HD Graphics lässt sich optional um einen dedizierten Grafikchip von Nvidia erweitern. Als Massenspeicher dient Flashspeicher in den Größen 128, 256 oder 512 GByte Speicher. Auf der Produktseite ist auch die Rede von einem Modell mit 1 Terabyte. Allerdings kann man im Store diese Version derzeit nicht bestellen. Dort wird bereits die Variante mit 512 GByte als ausverkauft angezeigt.

Das Scharnier zwischen Tastatur und 'Tablet' ist ein aufwändiges Detail. (Bild: Microsoft)
Das Scharnier zwischen Tastatur und ‘Tablet’ ist ein aufwändiges Detail. (Bild: Microsoft)

Neben zwei USB-3.0-Anschlüssen verfügt das Microsoft-Notebook über einen SD-Kartenleser und einen 3,5-mm-Kopfhörereranschluss. Ein externes Display kann das Surface Pro über einen Mini DisplayPort ansteuern. Darüber hinaus unterstützt es den WLAN-Standard 802.11ac sowie Bluetooth 4.0. Die rückseitige Kamera löst 8 Megapixel auf. Videotelefonate ermöglicht eine 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Surface Pen.

In der einfachsten Konfiguration (Core-i5-CPU, 8 GByte RAM, 128 GByte Flashspeicher) verlangt Microsoft 1499 Dollar für das Surface Pro. Mit einer 256 GByte großen SSD kostest es 1699 Dollar. Die Variante mit Core-i7-Prozessor und dedizierter Grafik liegt bei 2099 Dollar. Bis auf das 2699 Dollar teure Spitzenmodell (Core-i7-CPU, 16 GByte RAM, 512 GByte SSD, Nvidia-Grafik), können alle Modelle ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt bis zum 26. Oktober. Zu Preisen und Verfügbarkeit in Deutschland hat sich Microsoft noch nicht geäußert.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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