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Adobe-Tool für das App-Design

Logo Adobe. (Bild: Adobe)
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Per Drag and Drop können Designer das Aussehen einer App festlegen. Echte Funktionalitäten hingegen liefert Projekt Comet freilich nicht.

Adobe stellt Project Comet vor. Mit dieser Anwendung sollen Designer ohne große technische Hürden, das Erscheinungsbild einer Mobil-App für Smartphones oder Tablets erstellen können. Dafür können Designer Text und grafische Elemente mit Drag and drop einfügen. Eine Preview wird voraussichtlich Anfang 2016 zur Verfügung stehen.

Zusätzlich lässt sich mit Comet auch die Navigation simulieren, indem etwa ein Button mit einer weiteren Programm-Seite verbunden wird. Die eigentliche Funktion der fertigen App liefert das Designer-Werkzeug aber natürlich nicht. Kreative können aber zum Beispiel den Button “Berechnen” einbauen, der dann zu einer Ergebnisseite führt – aber ohne eine echte Berechnung durchzuführen.

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Projekt Comet stellt grafische Elemente für das Design von mobilen Apps bereit, die sich per Drag and Drop verschieben lassen. (Bild: Adobe)

Das so erstellte Konzept lässt sich zudem auf einem verbundenen Smartphone oder Tablet ausprobieren, um ein Gespür zu bekommen, ob es auch in der Praxis funktionieren könnte. Adobe verspricht enge Integration mit der Bildbearbeitung Photoshop und auch mit Illustrator, in dem sich etwa Logos und Icons erstellen lassen.

Zu den Stärken von Project Comet wird zudem eine weitreichende Automatisierung zählen. Ändert der Designer beispielsweise die Größe eines Grafikelements oder formatiert einen Text neu, werden diese Änderungen auch auf vergleichbare Grafiken beziehungsweise Texte angewandt. Die Software kommt laut Adobe mit Apps zurecht, die aus Hunderten Seiten mit Tausenden Objekten bestehen.

Abläufe einer App in Project Comet. (Bild: Adobe)
Abläufe einer App in Project Comet. (Bild: Adobe)

Besucher von Adobes Max konnten Project Comet schon testen. Dort aktualisierte das Unternehmen fast alle Produkte. Star der Veranstaltung war aber die unter dem Codenamen Project Rigel entwickelte Photoshop-Version für iOS, die Photoshop Fix heißt. Der Anwender kann damit unerwünschte Objekte aus einem Bild herausretuschieren oder sogar Gesichtsformen ändern.

Während Photoshop Fix kostenlos heruntergeladen und eingesetzt werden kann, hofft Adobe, langfristig die Zahl seiner Abonnenten zu erhöhen. Derzeit gibt es 4,6 Millionen Creative-Cloud-Nutzer. Sie zahlen 10 Euro monatlich für Photoshop und Lightroom – oder 50 Euro monatlich, wenn sie Zugriff auf sämtliche Adobe-Programme erhalten möchten.

Das Softwarehaus aktualisierte auch seine Desktop-Programme und erwähnte erstmals öffentlich sein entstehendes Werkzeug Adobe Fuse. Es ermöglicht, innerhalb von Minuten realistische menschliche Gesichter zusammenzustellen – etwa wie ein polizeiliches Phantombild, aber in 3D. Die Technik dahinter hatte sich Adobe im Juni durch eine Übernahme von Mixamo verschafft.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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