HP nimmt juristische Hürden vor der Aufspaltung

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Nach der Genehmigung des Aufsichtsrates bekommt das Unternehmen auch von der US-Börsenaufsicht das OK für die Ausgründung der PC- und Druckersparte.

HP kann sich in Hewlett Packard Enterprise (HPE) und in HP Inc. aufspalten. Die US-Börsenaufsicht SEC hat nun die Genehmigung erteilt. In diesem als “Form 10” bezeichnetem Schreiben, werden das Wertpapier, die Finanzsituation des Emittenten und mögliche Interessenskonflikte aufgelistet und beschrieben. Es ist eine der wichtigsten Unterlagen und wird sowohl von privaten Anlegern als auch Börsenmaklern als Grundlage ihrer Entscheidungen zu Rate gezogen. In den Angaben in den “SEC Form 10“-Unterlagen beschreibt das Management zudem Perspektiven und Risiken.

Ab dem 2. November werden die beiden Unternehmen dann zum ersten mal an der Börse gehandelt. Alle HP-Aktionäre erhält pro Aktie von HP Inc eine für HP Enterprise. HP-CEO Meg Whitman strebt mit der Aufteilung eine bessere Fokussierung und damit mehr und schnellere Innovationen an.

Nach dem OK der US-Börsenaufsicht scheint der Aufspaltung von HP in zwei unabhängige Unternehmen nichts mehr im Wege zu stehen.
Nach dem OK der US-Börsenaufsicht scheint der Aufspaltung von HP in zwei unabhängige Unternehmen nichts mehr im Wege zu stehen.

Im Zuge des Umbaus wurden bereits tausende Stellen gestrichen: Erst im August 55.000 und im September noch einmal bis zu 30.000. “Die Restrukturierung ermöglicht eine konkurrenzfähigere und nachhaltigere Kostenstruktur für das neue Hewlett Packard Enterprise”, so hatte CEO Meg Whitman den weiteren Abbau von Stellen begründet. “Wir haben in den vergangenen Jahren viel Arbeit in die Senkung der Kosten und die Vereinfachung von Prozessen gesteckt und diese abschließenden Maßnahmen machen künftige Restrukturierungen unnötig”, so die Managerin im September weiter. Sie hat sich seit Beginn ihrer Amtszeit 2013 von insgesamt über 136.000 Mitarbeitern getrennt.

Organisatorisch ist die Trennung bei Hewlett-Packard bereits seit der ersten Augustwoche vollzogen. Dazu legte der Konzern zwischen dem 1. und 6. August eine Lieferpause ein und stellte seine Systeme um. Bestellungen von Großhändlern und Vertriebspartnern werden seit dem 7. August jeweils HP Inc oder Hewlett-Packard Enterprise zugeschrieben.

Unter dem Dach von Hewlett-Packard Enterprise wird künftig das Geschäft mit Enterprise-Technik, Software und Services weitergeführt. HP Inc, das auch das aktuelle Logo behält, übernimmt dagegen das PC- und Druckergeschäft. Die Leitung bei Hewlett-Packard Enterprise übernimmt Meg Whitman, die auch die aktuelle Finanzchefin Cathie Lesjak mitnimmt. Die Position als CEO und Präsident von HP Inc soll Dion Weisler übernehmen. Er war bereits Executive Vice President der Printing and Personal Systems Group – quasi des um einige Teilbereiche ergänzten Vorgängers von HP Inc.

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