Verkauf von EMC könnte sich für Tucci auszahlen

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Sollte die Übernahme durch Dell wie geplant über die Bühne gehen, dürfte sich das vor allem für den CEO des Speicher-Spezialisten lohnen.

Joe Tucci, CEO von EMC, kann sich im Falle einer geglückten Übernahme durch Dell, auf eine üppige Abfindung freuen. Das dürfte dennoch nicht der Beweggrund für den bislang größten Verkauf in der IT-Geschichte gewesen sein, über den sich HP-CEO Meg Whitman so freut. Sollte die 67 Milliarden Dollar schwere Übernahme wie geplant abgeschlossen werden, dann bekommt Tucci sein Basisgehalt extakt 2,99 Mal.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes beruft sich dabei auf die Analyse eines Proxy-Statemens von EMC (S. 87) durch den auf Manager-Vergütung spezialisierten Forschungsunternehmen Equilar. So gehe aus diesem Dokument hervor, dass Tucci, sofern er das Unternehmen verlässt und sich innerhalb von 24 Monaten etwas an seiner Verantwortung ändert, die genannte Verdreifachung bekommt. Hinzu kommen Ziel-Boni sowie weiter Vergütungen.

Joe Tucci, EMC-CEO kann im Falle eines "Change in Controls", also im Fall einer Änderung seiner Verantwortung über eine satte Abfindung freuen. (Bild: EMC)
Joe Tucci, EMC-CEO kann im Falle eines “Change in Controls”, also im Fall einer Änderung seiner Verantwortung über eine satte Abfindung freuen. (Bild: EMC)

Damit würden sich die Ansprüche Tuccis gemessen an Tuccis Beteiligungen und am Aktienschlusskurs vom Freitag auf 27,2 Millionen Dollar aufsummieren. Darin seien auch 9 Millionen Dollar für leistungsbezogene Vergütungen enthalten.

In Falle einer qualifizierenden Terminierung im Zusammenhang mit einem “möglichen” Wechsel an der Spitze, würde Tucci zudem Boni und Aktienoptionen schneller ausgezahlt bekommen. Auf der anderen Seite würden aber andere Ansprüche verfallen. Am Ende würden dann 15,3 Millionen Dollar für Tucci fällig.

Sollte aber Tucci schlicht in Rente gehen, wie geplant, dann würde er lediglich 124000 Dollar bekommen.

Forbes zitiert einen Equilar-Sprecher, der in dieser Tatsache einen einigermaßen ungewöhnlichen Vorgang sieht. Dennoch scheint es dafür einen guten Grund zu geben: “Damit stellt das Unternehmen sicher, dass es zum einen zu einem hohen Preis verkauft wird und zum anderen, dass er auch noch so lange im Unternehmen bleibt, bis der Deal abgeschlossen ist.”

 

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