Hewlett-Packard Deutschland will bis zu 1500 Jobs outsourcen

EntlassungenManagement

HP Deutschland will sich schlanker aufstellen und plant offenbar die Auslagerung von 1000 bis 1500 Stellen.

1000 bis 1500 Stellen bei HP sollen laut Informationen der Deutschen Presseagentur ausgelagert werden. Davon soll vor allem der Bereich Bereich Enterprise Services betroffen sein, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber der Agentur bestätigt. In diesem Bereich liefert das Unternehmen Projektgeschäft, IT-Outsourcing und Beratung.

Demnach wolle HP zusammen mit Partnerunternehmen einen Verbund gründen, um bei Outsourcing-Projekten schneller und agiler auf die Anforderungen der Kunden reagieren zu können. Man sei aber auf der Suche nach Partnern, die einen Teil der Supplychain übernehmen könnten.

Es sei aber noch nicht entschieden, mit welchen Unternehmen HP dafür zusammenarbeiten könnte. Zuerst müsse die Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgen, so der Sprecher. Erst am Mittwoch seien die Mitarbeiter über diesen Schritt informiert worden. Die Pläne sollen bis zum 1. Juli 2016 umgesetzt werden.

Die aktuelle Ankündigung erfolge im Zuge der globalen Strategie von HP. Erst vor wenigen Wochen hatte HP-Chefin Meg Whitman die Streichung von 30.000 weiteren Stellen angekündigt. Damit will die Chefin das Unternehmen für die Abspaltung des PC-Geschäfts fit machen. Diese sollen zu dem geplanten Stellenabbau von 55.000 Arbeitsplätzen, den der Konzern bereits 2012 eingeleitet hatte, hinzukommen. Mit der aktuellen Entlassungswelle würden weitere Restrukturierungen überflüssig, versicherte Whitman.

Heiko Meyer konzentriert den HP-CeBit-Auftritt alleine um das Thema SAP HANA herum. Quelle: HP
HP-Deutschland-Chef Heiko Meyer will Mitarbeiter aus dem Bereich Enterprise Services auslagern. (Quelle: HP)

“Das ist ein falsches Signal für die Beschäftigten sowie für die Kunden”, kritisiert Johannes Katzan, IG Metall Vorstand, die Unternehmenspläne. Durch die Digitalisierung brachten die HP-Kunden einen verlässlichen Partner, Unsicherheit sei dagegen “Gift” für die Innovation. Vielmehr solle der Konzern die Energie auf die wachenden Möglichkeiten im deutschen Markt konzentrieren. Verhandlungen wolle die IG-Metall jedoch nur dann aufnehmen, wenn die Geschäftsleitung klar definierte Ziele vorlege.

Bei HP Deutschland sind derzeit 9.000 Mitarbeiter am Hauptsitz in Böblingen und an weiteren Standorten beschäftigt. Weltweit waren bei HP laut den letzten verfügbaren Zahlen rund 300.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen