Telekom-Dienstleistung gegen Spionage in Unternehmen

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Es ist heute vergleichsweise einfach und sehr günstig zum Beispiel einen Konferenzraum mit unterschiedlichen Spionage-Tools auszuspähen. Die Telekom will nun mit einem neuem Diensleistungsangebot gegensteuern.

Industriespionage hat viele Gesichter. Neben Angriffen auf die IT eines Unternehmens versuchen Spione auch nach wie vor gerne über Telefone, Yukka-Palmen oder anderen Gegenständen im Büro vertrauliche Gespräche abzuhören. Kleine Wanzen oder andere Überwachungsgeräte können sich aber auch Kaffeekannen oder Steckdosen befinden. Die Methoden werden immer ausgefeilter.

Die neue Dienstleistung ‘Lauschabwehr’ bietet die Telekom großen Konzernen und Mittelständlern an, die besonderes Schutzniveau brauchen, etwa, wenn Gebote für eine Übernahme eines Unternehmens verhandelt werden. Die Experten der Telekom rücken den Spionen mit verschiedenen Werkzeugen und Messmethoden zu Leibe. So werden etwa über spezielle Messungen nach Funkfrequenzen gesucht.

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“Der Fokus liegt bei diesem Service auf dem gesprochenen Wort” weiß Frank Eckhardt, Leiter der Lauschabwehr.

Industriespione verstecken in Büros oder Konferenzräumen zum Beispiel SIM-Karten mit Funktechnik in verschiedenen, alltäglichen Dingen, wie etwa PC-Mäusen. Inzwischen können auch über größere Entfernungen akustische Schwingungen von Fensterscheiben über Laser gemessen werden. Somit ist es möglich, aus sicherer Entfernung vermeintlich vertrauliche Gespräche abzuhören.

Daher raten die Experten der Telekom, geheime Besprechungen mit heruntergelassenen Außenjalousien abzusichern, oder die Konferenz in ein Zimmer mit Blick zum Innenhof zu verlagern.

Je weniger Versteckmöglichkeiten ein Raum bietet, desto schwieriger wird es für die Spione, Abhöranlagen zu installieren. Die Experten wissen auch, dass es bereits für wenige Euro Telefonhörer zu kaufen gibt, die mit Abhörtechniken ausgestattet sind. Via Internet können die Angreifer dann die Gespräche abhören. Die Telefonhörer können schnell einfach ausgetauscht werden.

“Wir kommen natürlich auch dann auf den Plan, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist”, erläutert Thomas Tschersich, Leiter Group Security Services bei der Telekom. “Etwa wenn Unternehmen plötzlich merken, dass ein Konkurrent sie immer knapp unterbietet oder zeitgleich eine Kopie ihres neuesten Produktes auf den Markt bringt.”

Die Fachleute der Telekom erstellen ihren Auftraggebern nach jeder Untersuchung einen Ergebnisbericht. Zudem zeigen sie Unternehmen, wie sie Informations- und Abhörschutz verbessern und erarbeiten individuelle Schutzkonzepte. Darüber hinaus bietet die Telekom Schulungen zum Umgang mit Top-Geschäftsgeheimissen und dem Bewusstsein für Angriffsstrategien an und berät bei Bauvorhaben.

Nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums verursacht Wirtschafts- und Industriespionage allein in Deutschland einen Schaden von über 50 Milliarden Euro pro Jahr. Durch eine hohe Dunkelziffer nicht bekannter Fälle dürfte der tatsächliche Schaden noch um ein vielfaches höher liegen.

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