DE-CIX öffnet neuen Internet Exchange in Düsseldorf

BreitbandNetzwerke

Als wichtigen Brückenkopf für den Zugang zu transkontinentalen Verbindungen in Amsterdam soll in Deutschlands bevölkerungsreichster Region ein neuer Internet-Knoten entstehen.

Das Betreiberunternehmen DE-CIX Management GmbH öffnet im ersten Quartal 2016 in Düsseldorf eine neue Internet Exchange. Der DE-CIX Düsseldorf soll nicht nur den regionalen Datenaustausch für die Region Rhein-Ruhr abfedern, sondern wird auch als Brückenkopf die Verbindung zwischen DE-CIX Frankfurt, dem weltweit durchsatzstärksten Internetknoten, und verschiedenen Unterseekabel in Amsterdam verbessern.

Ab 2016 sollen mehr als 100 Telekommunikationsunternehmen, Internet Service Provider und andere Provider an dem DE-CIX Düsseldorf angesiedelt werden. Neben der Apollon-Technologie kommt dabei auch ein Rechenzentrum von Interxion zum Einsatz.

“Wir sehen aktuell den Trend, dass sich die Internetinfrastruktur in verschiedenen Regionen Deutschlands immer mehr verdichtet“, erläutert Harald A. Summa, Geschäftsführer der DE-CIX Management GmbH. In der Region Rhein-Ruhr wohnen derzeit etwa 10 Millionen Menschen. Und immer mehr Anbieter richten ihre Infrastruktur regional aus, um schnell und zuverlässig die Kunden erreichen zu können.

Im Dezember 2015 wurden zum ersten Mal mehr als 5 Terbit pro Sekunde durch den DE-CIX-Knoten in Frankfurt geleitet. (Bild: DE-CIX)
Im Dezember 2015 wurden zum ersten Mal mehr als 5 Terbit pro Sekunde durch den DE-CIX-Knoten in Frankfurt geleitet. (Bild: DE-CIX)

Auch steigt die Auslastung der bestehenden Infrastruktur. So meldete DE-CIX am 8. Dezember im Knoten in Frankfurt zum ersten Mal einen Datendurchsatz von 5 Terabit pro Sekunde. Die psychlogisch wichtige Marke von 4 Terabit pro Sekunde wurde in Frankfurt zum ersten Mal im April dieses Jahres geknackt.

Immer mehr DE-CIX-Kunden buchen zudem Bandbreitenkapazitäten bei dem Knoten. So wuchs der Wert der gekauften Kapazitäten von knapp 13 Terbit zum Jahresbeginn um etwa 40 Prozent auf 18,1 Terabit im Dezember. Auch für die Betreiber des Knotens komme diese Entwicklung überraschend, gesteht Harald Summa, CEO des DE-CIX.

Nun könnte der neue Knoten in der Ruhrregion hier Entlastung bringen. “DE-CIX Düsseldorf ist neben unseren Austauschpunkten in Hamburg und München nun ein wichtiger Teil unserer regionalen IX-Familie in Deutschland”, so Summa weiter. Doch es sprechen gleich mehrere Gründe für Düsseldorf als Standort. “Die NRW-Landeshauptstadt ist schon heute ein wichtiger Internetstandort, an dem nicht nur viele Telekommunikations- und Mobile-Unternehmen ihren Hauptsitz haben, sondern auch globale Fortune-500-Unternehmen wie Deutsche Telekom, RWE, Bayer, E.ON, ThyssenKrupp oder Henkel zuhause sind. Inmitten der bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Region kann sich DE-CIX Düsseldorf in diesem Umfeld zum Zentrum eines lebendigen regionalen Internet-Ökosystems entwickeln, wo Datenverkehr für Millionen von Nutzern auf kurzem Weg schnell und effizient ausgetauscht wird.“

Die Auslastung des Knoten in Frankfurt nimmt stetig zu. (Bild: DE-CIX)
Die Auslastung des Knoten in Frankfurt nimmt stetig zu. (Bild: DE-CIX)

Auch die geographische Lage zwischen Frankfurt und Amsterdam, wo zahlreiche Seekabelsysteme starten, mache DE-CIX Düsseldorf außerdem zu einem attraktiven Standort für zahlreiche Internetinfrastruktur-Betreiber, die über den neuen Knoten neue Möglichkeiten für die Ausgestaltung von Backup- und Redundanz-Strategien bekommen.

DE-CIX unterhält darüber hinaus Standorte in Hamburg, München, New York, Dallas, Dubai, Marseille, Palermo und Istanbul und verbindet damit über 800 Netzbetreiber, Internet Service Provider und Content-Anbieter mit Peering und Interconnection Services.

 

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