OneDrive for Business bietet unbegrenzten Speicherplatz

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Jetzt also doch: Microsoft bietet unbegrenzten Speicherplatz in OneDrive for Business. Doch das gilt längst nicht für alle Abonnementen und ist auch nicht ohne Weiteres zu haben.

Jetzt doch. Microsoft setzt nun das bereits im Oktober 2014 abgegeben Versprechen, Abonnenten von OneDrive for Business unbegrenzten Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Doch bekommen Unternehmen diesen Speicherplatz nur in kleinen Schritten. Zudem werden die Begrenzungen erst 2016 aufgehoben. Unternehmen müssen dafür außerdem den Microsoft-Support kontaktieren.

Lediglich Kunden mit bestimmten Office-365-Abonnements können von dieser neuen Regelung Profitieren. Microsoft bietet sie nur für Office 365 Enterprise E3, E4 und E5, Office 365 Government E3, E4 und E5, Office 365 Education, OneDrive for Business Plan 2 und SharePoint Online Plan 2 an.

Am 1. April startet die Standalone-Version von OneDrive for Business (Screenshot: ZDNet.de).

Ab Ende Dezember sollen den ersten Kunden fünf statt nur ein Terabyte Speicher zur Verfügung stehen. Diese Phase will Microsoft bis Ende März 2016 abschließen. Kunden, die eines der genannten Abonnements abgeschlossen haben und mehr Kapazität benötigen, können anschließend den unbegrenzten Speicherplatz beantragen. Der unbegrenzte Speicherplatz steht also nicht automatisch für alle berechtigten Abonnementen bereit.

Den Speicherplatz der Nutzer von Office 365 Business sowie anderer Abonnements, die OneDrive for Business enthalten, stockt Microsoft nicht auf. Diese müssen auch weiterhin mit einem Terabyte zurecht kommen. Gleiches gilt für die Nutzer der Consumer-Versionen von Office 365.

In einem Blogeintrag räumt Microsoft ein, sich nach der Ankündigung von Oktober zu lange nicht zu seinen Plänen für OneDrive for Business geäußert zu haben. “Kar ist auch, dass wir die Kunden enttäuschen, die unbegrenzten Speicher für jedes Office-365-Abonnement erwartet haben, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir diese Erwartung nicht erfüllen”, schreibt Jeff Teper, Head of Engineering für OneDrive und SharePoint.

Dafür steht Kunden ab sofort der Next Generation Sync Client für OneDrive for Business zur Verfügung. Die neue Anwendung erlaubt selektives Synchronisieren und unterstützt Dateien mit einer Größe von bis zu 10 GByte. Es entfällt auch das Limit von maximal 20.000 Dateien, die synchronisiert werden können. Ein kommendes Release soll zudem Dokument-Bibliotheken von SharePoint unterstützen. Der neue Client lässt sich parallel zur alten Sync-Anwendung einsetzen.

Microsoft weist darauf hin, dass der neue Sync-Client anfänglich nur für Windows 7, 8 und 10 zur Verfügung steht. Eine Version für Windows 8.1 soll im ersten Quartal 2016 folgen. Noch in diesem Jahr will Microsoft zudem einen Mac-Client bereitstellen, der OS X 10.9 und höher unterstützt.

Das Versprechen, allen OneDrive-Kunden – egal ob Consumer oder Enterprise – unbegrenzten Speicherplatz anzubieten, hatte Microsoft Anfang November zurückgenommen. Für Aufregung sorgte ebenfalls die Ankündigung, den kostenlosen Speicherplatz von 15 auf 5 GByte zu reduzieren und auch verschiedene Boni zu streichen, etwa für die Nutzung des automatischen Foto-Uploads.

Letzteres revidierte das Unternehmen dann Ende vergangener Woche. Auf Antrag gibt Microsoft seinen Nutzern die 15 GByte Gratisspeicher sowie den 15-GByte-Camera-Roll-Bonus zurück. Das gilt auch für den Loyalitätsbonus von 10 GByte, den es den ersten Anwendern seines damals noch SkyDrive genannten Online-Speichers gutgeschrieben hatte.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.com]

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